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Erster Band.
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inan die Bewegung wahr, welche die Entdeckung desColumbus gleich hei seiner ersten Rückkehr nach Palosin den Geistern seines Jahrhunderts hervorrief. Schon amfünften Tage nach dieser Rückkehr (am 19. März 1493)schrieb der Herzog von Medina-Celi an den Gran Car-dinal de. Espaha (Don Pedro Gonzalez de Mendoza)von seinem Schlosse Cogolludo aus, um ihn zu ersuchen,dafs er die Königin Isabelle um die Erlaubnis bittenmöchte, auf seine Kosten und für seine Rechnung einigeCaravclen nach den neuenldcckten Ländern schicken zudürfen, indem er das Glück gehabt hätte, den Admiral,dessen Anerbietungen von dein Herzoge von Medina-Sidonia zurückgewiesen worden wären, zwei Jahre hin-durch unterhalten und ihn verhindert zu haben, unmit-telbar von Portugal nach Frankreich zu gehen.DieserCristoval Culomo (so nennt ihn der Herzog von Me-dina-Celi) ist vor acht Monaten abgereist, um Indien aufzusuchen; er ist so eben nach Lissabon zurückgekehrtund hat Alles gefunden, was er suchte. Ich beeile mich,diese angenehme Nachricht zu Ihrer Hoheit der Königingelangen zu lassen, und den Hoffnungen gcmäfs, wel-che Alonzo de Ouintanilla (damaliger Finanztninisler fürdie Krone Kastilien) mir gemacht bat, einigen Antheilan dieser Unternehmung haben zu dürfen, ersuche ichEw. Eminenz (el rererendissimo Seiior Cardcnal) michbei dieser Gelegenheit zu unterstützen, indem ich dazubeigetragen habe, dafs eine so groj'se Sache entdeckttrorden. Ohne Zweifel war es dem Herzog von Me-dina-Celi unbekannt, dafs eine schöne Dame aus Cor-dova, Dona Jieatriz Enr'njuez (Mutter des gelehrten Iler-mtndo Colon) von dem Jahre 118S an einen bedeutendgröfseren Antheil an der Aufenlhaltsverlängerung des Co-lumbus in Spanien und der Entdeckung einer so gro-Jsen Sache zu Gunsten der Kastiliaucr gehabt hatte.(j\ avarrete, Tom. H, Codic.e diplomatico, p. 2, nr.XIV; Tom. III, p. 5.9S und 601.) Die berühmte öffent-