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liehe Audienz des Admirals zu Barcelona , bei welcherder Geschichtschreiber Oviedo , fast noch ein Kind, alsPage (prtge muchacho) zugegen war, fand erst gegenEnde des April Statt, als sein Schicksalgefährte und Ne-benbuhler, Martin Alonzo Pinzou, schon vor Kummerdarüber gestorben war, dafs ihm sein Ansuchen, sich vonBayona in Galizien vor der Ankunft des Columbus zu denMonarchen zu begeben, abgeschlagen worden war. (Manvergl. wegen der Belege für diese Thatsache Navar-rete, Tom. I, p. LXXVl; Tom. III, p. 612.) Indessenhatte um diese Zeit (25. April 1493), welche von derRückkehr des Columbus nach Palos nur durch einen sogeringen Raum getrennt war, Leandro de Cozco schonseine Uebersetzung des Briefes an den Schatzmeister San-cliez beendigt, welche zum ersten Male zu Rom von Eu-charius Argenteus oder Argyrius (aus Würzburg gebür-tig, von der Familie Silber) gedruckt wurde. Die Ue-berselzung des Cosco, welche in ziemlich barbarischemLatein geschrieben und mehrere Male im sechzehnten Jahr-hundert wiederaufgelegt worden ist ( Xavarrete , Tom.I, p. 176), führt den Titel: Kpislola Christophori Vo-lum, cui actus noslra mullum (lebet, de Insults supra(langem (die beiden letzteren Worte fehlen in der Aus-gabe, welche in der Ambrosianischen Bibliothek zu Mai land aufbewahrt wird) nuper invenlis, ad quas perqui-rendas octaro anlca mensc, auspieiis et ae"e invielis-simorum Ferdinand! et Flisabelh Ilispaniarum regummissits fuerat; ad magni/icum dom Jlap/taelem Sanxis,eorundem Seren. Iiegum Thesaurarium missa , quam ge-iler. et litteratus vir Leander (Alexander) de Cosco(Cozco) ab hispano idiomate in latinum convertil , ter-tio Aal. jflaji 1493, Pont. Alex. VI. anno primo. (Im -pressit Itomae Fue/iar. Argent. 1493.) Ich glaube mitBestimmtheit versichern zu können, dafs diese wenigenBlätter die einzige Druckschrift sind, welche während Leb-zeiten des Columbus in Bezug auf die Geschichte der
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