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pteriden, Najadeen, Cycadeen, Conifercn, nebst manchfaltigen Dikotyle-donen. 6. Die Pläner-Mergel in Schlesien ['?], Böhmen und Sach-sen enthalten hin und wieder ebenfalls Algen, Farnen, Palmen, Cy-cadeen, Koniferen und Dikotyledonen - Blätter; doch kommen dieseReste nur vereinzelt vor und wäre nur etwa der Pläner-Sandstein vonTrziblitz in Böhmen als reicherer Fundort zu nennen. 7. Der so-genannte Grünsand von Schoonen, welchen wir aber nicht für älterals die Kreide - Formation schätzen, hat ebenfalls einige Cycadeenund Dikotyledonen geliefert, sowie die weisse Kreide der Insel Rügen einige Conferven. 8. Für noch jünger erklärt Geinitz denObren Quader-Sandstein in Sachsen , welcher Holz, Palmen-Reste undvielleicht einige Phylliten geliefert hätte. — Wenn aber endlich Ad.Brongniart kürzlich auch den Flyscli - und Fukoiden - Sandsteinnoch an das Ende der Kreide-Periode gestellt, wie wir selbst in derersten Auflage gelhan, so müssen wir nach dem neueren Stande derWissenschaft, die allerdings hierüber lange Zeit in Unsicherheit war,diese den Nummulitcn-Kalkstcin bedeckenden Bildungen der Tertiär-Zeit anheim weisen *. Die oben gewählte Reihen-Folge entspricht wohlim Allgemeinen den Alters-Abstufungen der Fundorte, wenn auch unterNr. 4 und 6 nicht alle zusammengefassten Punkte einander ganz gleichan Alter sind. Brongniart** ordnet dieselben abweichend, indem ersich, wie es scheint, durch das mehr oder weniger zufällige Vorkommenvon Dikotyledonen-Blättern leiten lässt. Nr. 1 und 2 bilden seine Epoquesouscretacee, die übrigen seine Epoque cretacec bis zum Fucoiden-Sandsteine, welcher für sich allein die Epoque fucoidienne darstellt, aber,wie wir gesehen, gar nicht mehr dieser Periode angehört, obwohl erden Chondrites Targionii enthält, welcher von einer Aigen-Form desGrünsandes als Art nicht zu unterscheiden ist. Diese geringe Anzahlvon Dikotyledonen mit Fruchthüllen, welche nicht überall und überhauptnur ausnahmsweise zwischen den nacktsaamigen Dikotyledonen undtieferen Pflanzen-Formcn auftreten, veranlasst den gelehrten Botanikermit der Flora der Kreide-Periode sein „Reich der Angiospermen“ zueröffnen, welches eigentlich erst in der Tertiär-Zeit eintritt.
1. 1 , B. Die Algen.
bieten uns 1. Confervoideen, 2. Ulvaceen, hauptsächlich aber 3. Flori-deen und 5. mehre Fucaceen oder Phycaceae (vrgl. Thl. I, S. 1 — 2,
* Vergl. desshalb insbesondere Studer i. Jb. 1850 , 742. ff.
** Jb. 1850 , 113.