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C. G.Calwers Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europas : zum Handgebrauche für Sammler / C. G. Calwer ; herausgegeben von G. Jäger
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der ringförmige erste Brustring ist fest mit dem folgenden verwachsen,von Flügeln ist nur das vordere Paar vorhanden, das hintere durchein Paar gestielter Knöpfchen (Schwingkolben, Halteren) ver-treten. Die Mundteile sind meist übereinstimmend gebildet; bei dergrofsen Familie der Muscarien, zu der die Stubenfliege gehört, ist dieUnterlippe in ein unpaares oft polsterförmiges Saugorgan ausgezogen,die übrigen Mundteile sind verkümmert. Bei den stechenden, abernur deren Weibchen, bilden Oberlippe und Unterlippe zusammen einezweigespaltene Röhre, innerhalb welcher die nadel- oder pfriemenför-migen beiden Kieferpaare sich hin- und herschieben lassen. Die Zwei-flügler sind eine ziemlich artenreiche Ordnung aus nicht vielen, meistin naher Verwandtschaft stehenden natürlichen Familien.

3' Rhynchota (Wanzen): umfassen alle saugenden Insektenmit unvollkommener oder fehlender Verwandlung. Bei den meistenbildet die Unterlippe eine gegliederte hohle vorn und hinten offeneScheide, in welcher die 4 zu stechenden Borsten umgewandelten Ober-11 nd Unterkiefer sich hin- und herbewegen. Sie zerfallen in einigeziemlich verschiedene Gruppen: die Heteroptera (\Y anzen imeng er n Sinn) mit ungleichartigen Flügeln (die vorderen halb horniglialb glasig, die hintern glasig), die Homoptera mit gleichartigenFlügeln, die aus den Familien der Cicaden und Pflanz en us'e be-stehen, und die Läuse (Pediculina).

Von den Käfern im besondere

Der Leib dieser Tiere zerfällt in drei deutlich abgesonderte undgegeneinander bewegliche Teile: den Kopf, den Halsschild undden Leib.

Betrachten wir zuerst den Kopf und seine Organe. Dieses Ge-bilde weist im ganzen die verschiedensten Formen auf, worauf jedochdie Bestimmung nur dann Rücksicht nimmt, wenn der vor den Augenliegende Teil rüsselartig verlängert ist. Aufserdem hat man bestimmteBenennungen für bestimmte Stellen: der zwischen den Augen liegendeT-eil wird Stirne (frons Taf. 50 A 1, Bc) genannt, der Teil hinterden Augen (Taf. 50 B d) Scheitel (vertex); ragt die Oberfläche desKopfes erheblich über die Augen nach vorn vor, so wird dieser TeilKopfschild (elypeus Taf. 50, Fig. A 2 ) genannt.