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C. G.Calwers Käferbuch : Naturgeschichte der Käfer Europas : zum Handgebrauche für Sammler / C. G. Calwer ; herausgegeben von G. Jäger
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XIII
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wieder mancher von den Frühlingskäfcrn erscheint, die jedoch baldzur Ueberwinterung verschlüpfen.

Ueber die Nahrung der Käfer findet der Leser bei den einzel-nen Gattungen und Arten das Nötige angegeben, es sei deshalb hiernur folgendes bemerkt. Bei vielen, aber durchaus nicht bei allen,Käfern nährt sich der fertige Käfer von den gleichen Stoffen, wieseine Larve; so ist es ein sehr gewöhnlicher Fall, dafs Käfer, derenLarven sich von FIolz oder tierischen Resten nährten, nur noch Bliiten-staub, oder Nektar oder ausfliefsende Pflanzensäfte geniefsen. Nachder Art ihrer Nahrung unterscheidet man Raubkäfer, die sich vonlebenden Tieren, meist wieder Insekten oder Würmern, Schnecken,jungen P'ischen etc. nähren, Aaskäfer. Dungkäfer, Holzkäfer, Rinden-käfer, Blattkäfer, Blütenkäfer etc.

Die Fortbewegung besorgen die Käfer durch Fliegen, Laufen,Hüpfen, Schnellen, Schwimmen und Fallen. Der Flug der Käfergeht in der Regel namentlich bei allen gröfseren stätig geradeaus und ist ziemlich schwerfällig, wodurch der Erfahrene schon ausder Entfernung dieselben von den unstet und leicht fliegenden anderenInsekten unterscheidet. Nur bei ganz kleinen Arten sieht man einengeigenden Flug. Wenige Käfer sind so schnell und flugparat, dafszu ihrem Fang das Netz erforderlich ist, derlei sind z. B. die Cicin-delen, manche Buprestiden und Donacien, doch auch diese nur imhellen Sonnenschein; die meisten Käfer lassen dem Sammler vor demAbfliegen genügend Zeit, um sie mit der Hand zu ergreifen. ImLaufen zeichnen sich besonders die Carabiden, die man deshalb auchLaufkäfer nennt, sowie die Staphylinen durch grofse Geschicklichkeitund Schnelligkeit aus, und auf rauhem, rissigem Terrain bereiten siedem Anfänger manche Enttäuschung; das Netz ist hiebei nicht zugebrauchen. Noch schwieriger sind die hüpfenden Käfer, die Erd-flöhe ,'Haltica' und Springriissler (Orchestes) zu ergreifen. Mittelstihrer dickschenkligen Hinterftifse führen sie blitzartig, wie die Flöhe,weite Sprünge aus und bringen einen selbst, wenn man sie schon imStreifsack hat, noch in Not. Eine eigentümliche Fortbewegungs-methode ist das Schnellen, durch das eine ganze Familie, die derSchnellkäfer ,'ElateridenG ausgezeichnet ist; sobald sie auf denRücken fallen, so biegen sie das Gelenk zwischen Halsschild und Leibso, dafs diese Teile einen nach rückwärts geöffneten stumpfen Winkelbilden. Ein dornartiger Fortsatz an der Bauchseite des Halsschildeswird auf den Rand einer Grube der Mittelbrust aufgepresst und wieer in die Grube einschnellt, verwandelt sich die Stellung von Hals-schild und Leib gegeneinander plötzlich in die entgegengesetzte, d. h.