XII
ernstes coriaceus, die den Schnecken und Regemviirmern nachstellengleich dem Regenmolch.
Mit Bezug auf die Jahreszeiten ist folgendes Verhalten fürden Sammler wichtig: den Winter verbringen die Tiere teils im ferti-gen, teils im Larven- oder Puppenzustand; seltener, wie es scheint,im Eizustand. Die Larven und Käfer halten dabei an verstecktenOrten ihren V interschlaf und nur die Larven der Telephorusarten er-scheinen manchmal mitten im Winter auf dem Schnee.
Mit dem Abschmelzen des Schnees im März kommt Leben indie Käferwelt und manche Arten müfsen jetzt sofort gesucht werden,da sie sogleich ihr Brutgeschäft beginnen und dann absterben, so dafsman den ganzen Sommer über nichts mehr von ihnen zu sehen be-kommt, bis im Spätsommer oder im Herbst noch einmal, aber meistnur auf kurze Zeit, die neue Generation auftritt. Derartige Käfer sindnamentlich viele Caraben und diejenigen Pflanzenfresser, die ihreEier in Knospen und Triebe legen, also zahlreiche Rüfselkäfer.Dabei hat man jedoch sich das zu merken, dafs um die Zeit, in welcherdiese Frühlingskäfer im Tiefland schon wieder verschwunden sind,nämlich Mitte Mai oder Juni, dieselben auf den Höhen der Mittel gebirge erst in voller Saison sind und endlich, dafs in den Alpen fürdiese frühesten Käfer die Saison um so später beginnt, je höher manhinaufsteigt. So wird im Juli, wenn in dem Tiefland die Carabenlängst verschwunden sind, der Sammler dieselben in reichster Füllein der Nähe der Schneegrenze finden, d. h. eben die Arten, die über-haupt so hoch hinauf Vorkommen.
Eine zweite etwas spätere Gruppe sind die Blüten in sekten,d. h. solche, die gleich den Bruchusarten jetzt ihre Eier in Blütenteileablegen, noch mehr aber solche, die als Käfer Blütenstaub und Blüten-honig frefsen und deren giebt es sehr viele (siehe unten). Für dieseist die Hauptsaison, wenn die Bäume und Gesträuche blühen. Intieferen Lagen ist für sie der Hauptmonat der Mai, in höheren mehrder Juni, besonders dessen erste Hälfte, im Hochgebirge fällt die Sai-son der Blütenkäfer erst in den Juli.
Schon spärlich wird es mit den Käfern, wenn die Wiesen zublühen anfangen; jetzt treten gewisse Raubkäfer auf, von denen sichauf den Blüten insbesondere die Telephoriden breit machen. Auf denWegen erscheinen die Cicindelen, um wie jene Jagd auf die jetzt inMasse erscheinenden Zweiflügler zu machen. Nach der Heuernte gehtes mit dem Treiben der Käfer im P'reien sehr zur Neige und nächstdem Winter ist der Hochsommer (Juli und August) die Zeit, in derman am wenigsten Käfer sieht und findet, während im September