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sucht dann, nachdem eine gewisse Strecke abgestreift ist, den Sackin Mufse aus. Als Weite für den Ring nehme man etwa 30 ern undlasse ihn aus zwei durch Charnier verbundenen Teilen machen, damitman ihn Zusammenlegen und einstecken kann. Für den Fang derWasserkäfer mufs man einen eigenen Streifsack haben, der in allenTeilen sehr solid ist und statt des Leinwandsackes einen solchen ausstarkem Stramin führt. Für die kleinen Wasserkäfer, die sich am Uferzwischen Steinen aufhalten und mit dem Sack nicht erwischt werden,mache man sich einen Käscher aus einem alten blechernen Efslöffel,indem man ein grofses Loch in ihn einschlägt und dasselbe mit Florverschliefst, auch ein Theeseiher ist hiezu zu gebrauchen.
3) Ein starkes kurzes Stemmeisen mit einem guten Griff, umGewalt anwenden zu können, ist für den Fang der Käfer unter Rindeund im morschen Holz unerläfslich und zugleich kann man mit diesemInstrument auch die Erde aufgraben, um Dungkäfer und ähnlicheszu heben.
4 ' Eine Pincette für Aas- und Kotkäfer; für sehr kleine Käferempfiehlt sich auch noch ein Malpinsel, den man mit Speichel be-feuchtet, um die Tiere aufzutupfen.
5) Ein sehr nützliches Instrument für kleine Bodenkäfer ist dasKäfer sieb, das aus zwei Säcken besteht: der eine aus Leinwand mitrundem Boden etwa 30 cm tief an einem Ring von 20 cm Weite; indiesen passt ein zweiter nur 20 cm tiefer, dessen Boden aus einemDrahtsieb mit Maschen von etwa 7 Mm. Weite besteht, und dessenRing an den des äufsern Sackes gut anschliefst. Man passt die Säckezusammen und füllt in den inneren Anspülicht, Waldmoder, Modererde,Lauberde etc. und siebt durch.
6) Ein paar kleine Blechschachteln und eine Botanisier-büchse mufs jeder mitnehmen, der auch Käfer zu züchten wünscht,um Larven und Futter nach Hause tragen zu können.
Aufzucht der Käfer. Von dieser handelt es sich hauptsächlichbei den Pflanzenkäfern, während die Raubkäfer weniger in Betrachtkommen, und unter den ersteren wieder hauptsächlich bei Arten, dieanders nicht leicht zu bekommen sind.
Unter den Käfern, die im Holz oder sonstigen hartenPflanzenteilen hausen, ist die Aufzucht am notwendigsten beiden Arten, die fast ausschliefslich in dürren Wipfelästen, sogenanntenHornzacken leben (Rhyncolus, Ptinus, Hedobia, manche Buprestiden),und denen in Nadelholzzapfen und Baumschwämmen, denn ohne Zuchterwischt man sie fast gar nie. Das Material an Dürrholz verschafftman sich, wenn man nach einem Sturm die abgefallenen dürren Aeste