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Bemerkungen auf einer Alpen-Reise über den Brünig, Bragel, Kirenzenberg, und über die Flüela, den Maloya und Splügen / von Karl Kasthofer
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viele Landleute zu gleicher Zeit jeder mehrere pflanzen: denn !für einzelne Pflanzer ist/ sobald die wenigen Früchte durch, ?Seltenheit anlocken / jede Obstärnte dahin, an Orten -besold >derS, wo/ wie an der Splügnerstraße, ein großer Verkehr iLandleute und Säumer aus rauhen Gegenden nach mildern ;führt. Flachs und Hanf gedeihen leicht in Jsola; üppig iwachsend fanden wir in den Gärtchen die Sonnenblumen^Einzeln stehen schöne Ahorne und noch schönere Eschen a»f iden Wiesen. Der Bergahorn , das erhellet auch hier , sucht ^kältere Thäler , die Esche wärmere zu höherm Gedeihen, 2 l» !den Ahornen hiengen schon reife Samen, mehrere Woche»früher, als in dem 1M0 Fuß tiefern Lauterbrunnenthal i>« ^Berner Oberland die Ahornsamen reiften. Auch die Zeit de» ,Samenreifens der Alpenbäume in verschiedenen Thälern/ >könnte über die Abweichungen der Temperatur und die K»h ,turfähigkeit noch belehrendere Aufschlüsse geben, als vergleu -chende Zusammenstellungen der Zeit des Reifens der Cerealiew ,Diese hängt zum Theil von der frühen oder späten Bestellung 'der Aecker ab, die öfters zufällig ist, da hingegen die Zeitbgung der Samen der Waldbäume von wirthschaftlichen Ei»urichtungen unabhängig ist, und mit mehrerer Sicherheit atllgewisse Grabe der Temperatur einer Gegend hinweist, al§das Reifen von Gräsern, Kräutern oder Getreidearten. Dc^noch können auch diese vergleichenden Beobachtungen dckSamenreifens der Waldbäume auf zwei entfernt von einandckliegenden Standorten, nicht zuverläßig über die klimatische»Verhältnisse Auskunft geben, selbst dann nicht, wenn a»"genommen wird, daß diese zur Vergleichung gewählten HEarten auf ähnlichem Boden und in ähnlicher Lage ihre Früch^gereift: denn so wie es unter den Getreidearten und untt»den Obstbanmarten Spielarten giebt, bei denen aus unbekaiEten Ursachen eine thätigere Lebenskraft auch schnellere Entwick"

*) Heliuiitlins Äinuiu.8.