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Bemerkungen auf einer Alpen-Reise über den Brünig, Bragel, Kirenzenberg, und über die Flüela, den Maloya und Splügen / von Karl Kasthofer
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Bücken des Gebirges bekleidet habe. Häufig werden unweitdem Hospiz Stöcke und Wurzeln aus dem Boden gegraben,>vo nun weder alte noch junge Bäume mehr zu finde«/ undan Stellen, die nun von den obersten Säumen der übriggeblie-benen Fichtenwälder weit entfernt find. Die Baumvegetationauf dem Splügen ist also ungleich weiter, als auf andernBergrücken im Rhätischen Alpengebirg/ heruntergerückt, undiveiter herunter,, als die Vegetation der Thäler auf beidenSeiten der Wasserscheide vermuthen ließe. Der Schlund desEiacomerthales, das auf der Südseite gegen den Splügen ^igt/ leitet nur laue Winde hinan/ und das Thal des Hin-terrheins, das an der Nordseite des Passes liegt, streicht sohoch über dem Meere, daß verhältuißmäßig die Temperaturder Luftschichten, die den Paß von daher erreichen, höherseyn muß, als wo tief gespaltene Thäler am Fuße der Ge-birgSziige liegen. Aber auf die Baumvegetation des SplügenShaben gewiß ähnliche Ursachen, wie auf die Baumvegetationdes Gotthards nachtheilig gewirkt. Die Bewohner der Ge-bäude unweit der Paßhöhe haben gewiß seit langer Zeit,während der harten und langen Winter, fortdauernd zu derZerstörung des HolzwuchseS beigetragen, und seit vielen Jahr-hunderten *) haben die Schaaren der Saumpferde und diegroßen Schafheerden der BergamaSker eben dahin gewirkt.Auch dieses Beispiel zeigt, daß die natürlichen Grenzen derVegetation der Bäume nicht in der Nähe menschlicher Woh-nungen, und nicht auf GebirgShöhen gesucht werden müssen,stber welche ein lebhafter Handelsverkehr auf gebahntenStraßen Statt findet.

Auf der Splügenalp weiden gewöhnlich etwa 900 Schafe,

Pftrde, und etwa 10 Kühe. BergamaSker haben fie seit

) Die Splügnerüraße wurde schon von den Römern eröffnet. EinRömisches Jtinerarium bezeichnet die Entfernungen von Curiaüber Taroescde nach Clavenna. Siehe N- Sammler I, S. 101.

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