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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
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266
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26k Zweiter Abschnitt. Anatomie.

unterstützen und fördern. Straus unterscheidet fünf derselben beiUplplontlw und nennt sie entsprechend Ach seist ückchen (1/<rr>s und ä Auch die Verbindungshaut, die vom letzten

Gelenkstück zum Rande des Hinrcrrückens verläuft, fehlt hier nicht.Ebendies gilt von den großen Hintcrflügel» der Orthopteren, sowieder Diktyotopteren und Neuropteren, bei welchen sich die Gelenkpkattenund die Gelenkhaut wiederfinden, diese oft im besonderen Grade endwickelt. Auch den übrigen Ordnungen fehlt sie nicht.

Die Zweiflügler sind besonders deshalb merkwürdig, weil sie keineHinterflügel besitzen, sondern statt ihrer mit zwei gestielten Kuöpfchcnversehen sind, die man Schwing kolken oder Balancierstangen (Käl-teres) genannt hat. Latreille und einige andere französische Natur-forscher wollen sich nicht dazu verstehen, diese Organe für Rudimenteder Hinterflügel zu erklären, während die meistens älteren und mancheneueren Entomologen, besonders deutsche, sie dafür halten. Sehen wirauf die Lage dieser Organe, so spricht sie unleugbar für die letzte Mei-nung; denn sie liegen genau da, wo die Hintcrflügel der anderen Kerfesich befinden. Zudem stehen sie eben so, wie diese, mit dem Hinter,brustkasten in Verbindung, ja, was noch mehr ist, bei größeren Flic,gen, z. B. lakanus linvlous, erkennt man sogar das Analogen derVerbindungshaut an ihnen wieder. Auch der Knopf ist mitunter (Pi-puln xiZautes und lutesoous) breit, flach und mit Rippen, wie dieFlügel, versehen; alles Thatsachen, die nicht widerlegt werden können,während sie die Nichtigkeit der aufgestellten Ansicht bekräftigen. La,treille's Einspruch, daß der letzte Abschnitt des Thorax bei den Zwei-flüglern zum Hinterleibs gehöre deshalb, weil an ihm sich ein Luftlochbefinde, bedarf, nach der oben gegebenen Darstellung von der allge-meinen Lage der Luftlöcher am Brustkasten, gar keiner Widerlegung.

Noch ist über den Zusammenhang beider Flügel Etwas zu bemer-ken. Unter allen Ordnungen der Kerfe sind mir nur zwei bekannt,welche Verbindungsapparate beider Flügel zeigen, nehmlich die Hyme,noptercn und die Schmetterlinge.

Bei jenen, den Hymenopteren, besteht jeder derselben aus einerReihe kleiner, rückwärts übcrgebogencr Häkchen, die in der Mitte desVorderrandes am Hinterflügel sitzen, und in kleine Grübchen an derihnen gegenüberliegenden, Hinteren Randrippe der Vorderflügel hineimgreifen.

Bei den Schmetterlingen ist dieser Apparat etwas zusammenge-setzter. Giorna, welcher sich die Priorität der Beobachtungen überdiesen Gegenstand zueignet, obwohl sie schon 37 Jahre vor ihm von