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Allgemeine Entomologie / von Hermann Burmeister
Entstehung
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362
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Dritter Abschnitt. Phvsiolngie.

körnige, Masse, welch- in ihm bis zum Herzen hinaufreicht, und selbstda noch, wo der Faden sich schon zur Eierröhre erweitert hat, crkannrwerden kann. Von dieser Stell- an ballt sich die Masse mehr undmehr zusammen, und erscheint nun als ein dickes Klümpchen, dasjedesmal zwischen zwei Eikcimcn liegt. Die Erkenne selbst tretenerst am oberen, erweiterten Theile der Eierröhre auf, und zwar in ihrereigenthümlichen, ovalen Gestalt, während die Masse zwischen zweienEiern viel kleiner ist an Umfang, daher sich denn auch die Eierröhrejedesmal zwischen zweien Eikeimen etwas verengt. Uebrigens neh-men die Eikeime an Größe immer mehr zu, je tiefer sie in den Eier-röhren stecken, so daß der unterste von allen am größten ist, der obersteaber am kleinsten. Dieser oberste Eikcim hat mit der zwischengela-gcrten Masse, welche nach Ioh. Müller Markkolben (pl-won-kula) heißt, fast gleiche Größe, scheint auch aus der über ihm liegen-den, weichen, körnigen Masse sich nach und nach entwickelt zu haben.

Die Entwickelung des letzten, vor der Basis der Eierröhre gele-genen Eikeimes geschieht nun auf die Arc, baß der Markkolbcn unterihm in Folge der Befruchtung sich vergrößert und auflockert, bis erdie Gestalt eines Kegels, dessen Spitze gegen den Eikcim gekehrt ist,gewonnen hat. Seine Basis oder breite Grundfläche treibt daher dieinnere Haut der Eierröhre aus einander, bis sie mit der äußeren, oderder Muskelhaut in unmittelbarer Berührung kommt, und durch Lust-gesäße mit ihr organisch verbunden wird. Dadurch entsteht ein dun-klerer, ringförmiger Gürtel am Grunde der Eierröhre, welchen Zoh.Müller den Gefäßring nennt.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Eikeim noch keine Haut oder Schale,sondern er besteht aus einer dicken, gleichförmigen, gallertartigen Masse.Jetzt, nachdem der Markknotcn sich ausgedehnt hat, geschieht wahr-scheinlich die Befruchtung desselben von ihm aus, und nun, nachdemdieselbe erfolgt ist, fängt die Schale an sich zu bilden, von oben nachunten, so daß sie gleichsam von dem oberen Ende des Eies über das-selbe herüberwächst. Mit ihr gleichzeitig bildet sich die Narbe, einehufeisenförmig gebogene, aber längere, längliche Hcrvorragung, die ander einen Seite des EicS liegt, aber nur bei wenigen Eiern, z. V. beikbasrua, beobachtet wird. Zhr Zweck ist noch nicht ermittelt, viel-leicht liegt da das Analogon des Hahnentritts, und von dieserStelle aus ginge dann die Gestaltung des Embryo's aus. Währenddieser Zeit behält der Markkolben ziemlich seine alte kegelförmige Ge-stalt, lockert dabei auf und wird leichter, zum deutlichen Beweise, daßer Etwas vcrlohrcn habe (den eingcsogenen, befruchtenden Samen?);