Buch 
Johannes Wolf. Ein schweizerischer Studirender der Theologie in seinem Bildungsgange / dargestellt von Joseph Scherre
Entstehung
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Charakter

Je mehr die Zweifel zur Sache ruhigen Nachdenkensgeworden waren, desto mehr wurden andere Gegenständewieder Herzenssache. Wolf lebte in der Schule mit eini-gen treuen, von früher Jugend an ihn geknüpften Freun-den; 1832 hatte er auch in Zofingen einen feurigen,genialen Freund gefunden; mit dem trat er in die ersteeigentliche Korrespondenz, in weicherer, beinahe vornehm,in gedankenreicher Sprache über alte Literatur, über dasTheater, über den Selbstmord sich gerne besprach; wasnun aber immer mehr sein Herz erfüllte, das war derZofingerverein selbst. Wenn nun auch hier den Un-gelenken und äußerlich Unkräftigen noch mancher Spotttraf, so begann er nun doch schon in seinem Innern vomVerein als Ganzem getragen und genährt zu werden. Erwar alle Jahre an die Feste nach Zofingen gewandert, —er hat bis ins Jahr 1836 keines »»besucht gelassen, — hiertrafen aus allen Gauen des Vaterlandes je die edelstenStudirenden zusammen und wie befangen und schüchtern