Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
6
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6 Der Pfau.

im dritten Monathe der Federbusch zum Vorscheinkommt, erkennt sie der Hahn, der sie zuvor immerneckte, für seine wahren Kinder. Die Mutter trägtsie auf ihrem Rücken aufZweige, und lehrt sie her-unter hüpfen, bis sie selbst fliegen können. Vvmdritten Jahre ihres Lebens an stiften sie selbst Fa-milien. Sie leben 25 Jahre. Andere schreiben ih-nen ein weit höheres Alter zu.

Im August verliert der Hahn seine größte Zier-de, den Schweif. Er'ist dann niedergeschlagen,und scheint sich verstecken zu wollen. Es ist das umso wahrscheinlicher, da er in der That eitel ist, undoft,bloß durchLobfprüche undBewunderung gereiht,sein schönes Rad schlägt, sobald er aber Kalksinumerkt, feine Schätze wieder einpackt. Der Frühlingbringt ihm feinen Putz und seinenStolz wieder. Ob-gleich die Schwere der Pfauen und dicLänge dcsSchweifs ihnen daSFliegcn erschwert,so setzen sie sichdoch sehr gern aufBäume undDächer. JhrGeschrcyist ein abscheuliches Kreischen, das man sehr weithört, und den Ausspruch, der von manchem Geckengleichfalls giltchehr wahr macht: ul placent, taceat,(Er muß schweigen, wenn er gefallen will). Sowenig mir dieses Geschrei), das eine nahe Änderung