Band 
Der Vögel zweyter Theil.
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Das Perlhuhn.

stes , andere aber eine seltene Gleichgültigkeit zu.Der Zeitpunct, wenn die Jungen ihre Helme undihre Bärte bekommen, ist für ihr zartes Leben höchstgefährlich. Sie sind alsdann sehr krank und müßensorgfältig gewartet werden. Wenn man von Ju-gend auf einen Perlhahn mit gemeinen Hühnernerzieht, so kann man eine Basiardart bekommen.Aber nie wird diese andre als durchsichtige, zurZucht unbrauchbare Eyer legen. Die Natur erkenntein solches Machwerk des menschlichen Witzes undTandelgcistes für uuterschobne Waare. Sie versagtihm Nachkommenschaft, weil sie für Mannigfaltig-keit der Geschöpfe hinlänglich gesorgt zu habenglaubt.

Das Fleisch der jungen Perlhühner ist vor-trefflich. Die wild lebenden auf St. Domingo sollenim Wohlgeschmack den Fasanen gleich kommen.Auch die Eyer werden für eine sehr angenehmeSpeise gehalten. Im alten Rom wurden dieseHüh-ner, ihrer Seltenheit wegen, sehr gesucht und theuerbezahlt. In Griechenland müßen sie nicht so seltengewesen seyn, da sie und eine Gans das gewöhn-liche Armenopfer bey den Mysterien der Isiswaren.