Das Auerhuhn. 87
Im März und Aprill tritt die Begattungs- oderBalzzeit des Auerhahns ein, und im Juninsmausert er sich schon. Am liebsten balzt er da,wo es ehemahls schon geschehen ist: In Revieren,wo RothSuchen, Fichten und Kiefern stehe», in derNahe von Bergen und rauschenden Waldbachen, ge-gen Sonnenaufgang zu, laßt er sich schon Morgensum 2 Uhr hören. Alles ist dann bey ihm in sicht-barer Spannung. Er hält den Hals ausgestreckt,sträubt die Scheitel- und Kehlenfedern, breitet denSchwanz fächerförmig aus, und macht allerleySprünge. Wie ein Besessener ruft er unaufhörlichda Hütt, da Hütt, geht dann in ein Zwitscherndi, dri, ri, ri, ritt über, bis ihm endlich eineHenne, deren er mehrere hat, mit einem freundli-chen Kokkok die Einwilligung gibt, sich ihr zu na-hen. Er ist um diese Zeit so in Entzückung verloren,daß er des Gebrauches seiner Augen, Ohren und al-ler Sorgfalt für seine Sicherheit ganz vergessen zuhaben scheint, und sehr leicht entweder geschossen,oder von einem Raubvogel gepackt wird. Auch ei«Fehlschuß aufihn kann ihn aus seinemTaumel nichterwecken, und eben daher ist die Vergleichung einesvon einer Leidenschaft verblendeten Menschen