Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
88
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88 - Der Auerhahn,

einem Auerhahne sehr treffend, wie hier und da alsSprichwort üblich ist. Man thut sehr wohl, die al-ten Auerhahne wegzuschießen, weil sie weit undbreit diejüngern Hahne, von denen doch für die Be-völkerung des Reviers mehr zu erwarten wäre, ver-folgen. Außer der Balzzeit smd die Auerhahnesehr vorsichtig, hören den leisesten Fußtritt einesMenschen, sehen ungemcin gut in die Ferne, undkönnen baun nicht ohne große Mühe und Beharr-lichkeit gefangen werden.

Die Henne legt an einem trocknen Ort aufMoos, am Fuße eines Baumes, 8'4 blaßroth-gelbe, - dunkelgelb gesprenkelte Eyer, die etwas grö-ßer als gemeine Hühnereyer sind. So emsig undtreu brütet sie vierWochen über ihrem Neste, daß,wen» man sie aufdemselben überrascht, manche sichlieber mit der Hand fangen, als ihre Eper imStichelassen will. Zwingt sie der Hunger, sich etwasFutte.r zu suchen, was bey ihrem der Vielroeibereyergebnen Gatten, der sich wenig um dieBrut beküm-mert, immer der Fall ist; so deckt sie sorgfältig ihrNest mit Blättern zu, die sie in dieser Absicht sam-melt. Sehr fertig laufen die Jungen, sobald sie ausden Eyern sind, von deren Schalen zuweilen noch