9 *
Das Birkhuhn.
sie das Holz recht geschickt abzuschälen wissen, Hei-delbeeren und Himbeeren. Doch fressen sie auch Ge-treide , Eicheln, Rinden u. d. m. Im Winter istfreylich ihre Kost magerer. Da müssen sie frohseyn, wenn sie Wachholder-und andere Winterbee«ren aus demSchnee hervorscharren können. Ja manhak sogar dieVermuthung, daß sie die härtestenWin-tertage in einer Art von Erstarrung unter demSchnee zubringen. Sie wandern nie. Nicht leichtkönnen sie ein anderes Klima als das nördliche ex.tragen. Wie häufig sie in der Ukraine seyen, kannman daraus schließen, daß ein Edelmann mit EinemNeyzuge 130 Paare fing. Ihre Begattungszeit istin den ersten Monathen des Jahres. Die Hähnefangen damit an, daß sie sich förmliche Schlachtenliefern, und die jungen, feigherzigen in die Fluchtschlagen. Jetzt setzen sich die nicht überwundnenKämpfer auf Baumstrünke und Zweige. Ihre Au-gen funkeln, die Wimpern sind aufgeschwollen, dieFedern gesträubt, und der Schwanz, so weit sichSthun laßt, ausgebreitet. Sie taumeln im Kreiseherum und hüpfen wie Verrückte. Ihr ungestümmeSGeschrey Frau, Frau, denn so lautet es deutlich,ertönt auf eine halbe Meile weit, steigt von einer