Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
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Das Repphuhn.

Nahrung der Jungen, Körner und Gesäme derÄltern. Im Winter halten siesichanWachholdex-bceren. In Absicht dieser hat die Natur die für Tau-send Dögel im nahrungslosen Winter höchst wohl-IhätigcEinrjchtung getroffen, daß zu allenJahrszei-tcuStauden mit blühenden, halbreifen und ganz rei-fen Beeren angetroffen werden,so daß sie also nie ganzausgehen. Die Stimme der Repphühner ist ein un-angenehmes Zwitschern, wodurch'sich ein zerstreutesVolk bald wieder sammelt. So zahm sie sind, so brü-ten sie doch in der Gefangenschaft nie. Man laßt siedaher in der Begatlungszejt fortgehen. Dann kom-me» sie mit ihren Bruten zurück. Auch durch Haus-hennen laßt man die gesammelten Eyer ausbrüten,und dann folgen die Jungen dieser ihrex Stiefmut-ter, als wäre sie eine leibliche, behalten aber Zeit-lebens das Eigne an sich, daß sie, so oft eilte Henn?kräbt, antworten. In Chios sind sie völlige Haus-thiere. Mit Anbruch des Tages ruft ihr Hirt miteinem gewissen Laut. Sie versammeln sich nun umihn, und folgen ihm wie Schafe aufs Feld. DieseAnhänglichkeit an Menschen bekommen sie da-durch, daß man sie bald nach demAusbrüten einPaapTage auf der Brust ins Hemd steckt, und zuweilenmit seinem Speichel nährt.