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Die Älster.
Wohl mit Katzen zusammen. Sie ist eine ewigeSchwäzerinn, und ahmt alle Arten von Tönen nach.Sie blockt wie ein Kalb, meckert wie eine Ziege, belltwie ein Hund, kräht wie ein Hahn, gluckt wie eine
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Henne. Ja selbst die Flöte des Schäfers und dieStimme des Menschen macht sie nach, undsagtamliebsten Margot (Margaretha). Aufder Erde sitztsie nie ruhig, bald geht, bald hüpft, immer aberwippt sie mit dem Schwänze. Sie istspöttisch undschalkhaft, und lacht oft höhnisch.
Im Baue ihres Nestes zeigt sie viel Klugheit.Ihr Gewissen, das mancher Nestdiebstahl drückenmag, scheint ihr zu sagen, daß auch sie kein besseresSchicksal verdiene, und eben daher gehl sie so sicherals möglich zu Werke. Sie wählt dazu den Platz imDickicht eines hohe» Baunies. So klein das eigent-liche Nest ist, so macht es doch mit dem, was dazugehört, ein Ganzes von 2 Fuß aus. Es ist mit ei-uem stachligen Verhau umgeben, der den Eingangin das Nest erschwert, dessen Spur das ewige Plau-dern der Älstcrn allen Waldbcwohnern verrath.Mit vereinter Thätigkeit flicht das Älsternpaardas Gerippe desselben aus biegsamen, kleinenZwei-gen, verkükftt alles mit einem aus naß gemachter