320 Die Nachtschtvalbe.
ohne daß wir sie gefangen nehmen, doch bey unswohnen. Nur eine schwache Ähnlichkeit mit ihnenhaben die Nachtschwalben, die eine eigene Gat-tung von 16 Arten ausmachen, von denen abernur Eine bey uns einheimisch ist. Alle haben einenkleinen, spitzigen, etwas gekrümmten Schnabel, derander WurzU niedergedrückt ist. Den weit gespal»teil e«: Rachen umgibt emeReihe steifer Bvi sten. DieZunge ist ganz, spitzig, »nd kann von ihnen herausgestreckt werden. An den vierzehigrn Füßen ist diemittlere Zehe mit der Seilenzehe durch eine Hautverbunden. Die Ohren sind sehr groß. Alle Nackt-schwalben lieben die Nacht zu ihren uns sehr er-sprießlichen Räuberehen.
Diel hat sich der Aberglaube mit unsrer Euro«pLischcn Äachtschwalbe zu schaffen gemacht, wiesich schon aus ihren abenteuerlichen Nahmen,H«N'e, Ziegenmelker, Zicgensauger, Nachtrabe, Tag«schi afer u.a. vermuthen läßt. Sie hat die Größedes Guckgucks, und ist mit unzähligen Puncten undStrichen am Oberleibe schön marmorirk, am Unter»leibe rostfarbig und schwarz gewellt. Ihre aschgrau,lichen Flügel und der ihnen ähnliche Schwanz ha-ben dn nkelbrauae Querbinden und mannigfaltige