Band 
Der Vögel zweyter Theil.
Seite
321
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Die Nachtschwalbe. 321

Striche und Flecken. Die Schenkel sind befiedert.Ihre Federn sind so fein wie Seide anzufühlen.Drohend blicken die großen Augen umher.

Die N a ch l sch m a l b e ist cinZugvogcl,der vomMay bis in den September bey uns verweilt. Vomäußersten,Norden bisindie südlichen Länder trifftman sie an. Ihre Wohnung schlägt sie in denWal-dern auswählt aber um derWärmc willen immer dieMitlagsseite. Mir ihrem Neste machr sie sich keinegroße Mühe. Der nackte Boden, oder etwa ein Fel-senloch, muß ihr dazu dienen. Sie legt 2 großcEycr,die in der Form und Farbe den Eyern des Kibitzesgleich kommen. So nachlaßig sie in Absicht ihrerKinderstube ist,so kann man ihr dennoch keinenMan-gel an Zärtlichkeit gegen ihre Jungen vorwerfen.Wenn sie Gefahr merkt, so jagt oder walzt sie ihreklcinenNachkommcn in ein andrcscheffcr verborgnesNest, wenn man das nächste, beste Loch, das sie an-trifft, so nennen darf. Sie frißtJnsecren, die sie imFluge fängt. Ihr weiter Rachen ist ihr dazu unge-mein nützlich. Uberdieß befindet sich in demselbeneine Art Leim, der das Jusect festhält. Die Mor.gen- und Abenddämmerung ist ihre Zeit zu dieserJagd. Am Tage sieht man sie nie fliegen. Ihre

.Logcl ll. Theil. X