46 III. Vorn Braunstein oder Magnesium,
gen, und wo das Brennbare fehlt, wird die Auflö-sung blau oder roth. Vermittelst dieser durch eineKette von Versuchen entdeckten vier allgemeinenEigenschaften des Braunsteins lassen sich alle feinebekannten Wirkungen erklären, wie dieses in der Fol-ge bewiesen werden soll.
§. 15.
Von der mit Wasser verdünnten Vitriolsäure wirdder Braunstein nur zum Theil aufgelöst, man mag ihndamit digeriren oder kochen §. 2. (a). Dieser Theilmuss also von'demUeberreste geschieden werden, weilder Braunstein nicht klar und Farbenlos auszulösenist, wenn er nichts Brennbares bey sich hat (§. 14. JV0.4.).Daraus folgt also, dass dieser aufgelöste Theil Brenn-bares bey sich hat. Dass der Braunstein von Naturwenig Brennbares enthält, hat Herr Westfeld zu-vor angeführt, aber lein Grund ist unzuverlässig, solange ihn nicht andre bestärken, besonders, weil Sal-peter ohne Zusatz vorn Brennbaren alkalesciret, undzwar um so schneller, wenn ein Körper vorhanden ist,der sich mit dem Feuerbeständigen Alkali des Salpetersvereinigen kann, wozu alsdann nur die Halste derflitze nöthig ist. Dies ereignet sich bey der Kalzina-tion des Braunsteins und des Salpeters, wenn man einesolche Mischung trocken dellillirt, so bekommt man Sal-petersäure in der Vorlage. Dass aber der Braunsteinwirklich etwas Brennbares in seiner Zusammensetzungenthält, zeigen folgende Versuche: a) Die Auflösungder Magnesia nigra in Vitriolsäure (§. 2. a, b.) wurde