1&8 VIII. Von d. Zt.’b. des vers. Quecks. u. s. w.
Art. mit Quecksilber gesättiget seyn kann. Ein anderer Um-stand, der steh dabey zutragt, ist der, dass bey der vorge-schriebenen Präzipitation mit Kochsalz, immer noch etwasQuecksilber, in der obenstehenden Flüssigkeit aufgelöst bleibt,das man, mittelst mildem Mineralalkali, oder auch mildemflüchtigen Alkali, als weissen Präzipitat daraus fällenkann; wodurch also, wenn diese I'räzipitation nicht unter-nommen wird, allemal ein Verlust am Produkte entstehenmuss. Ein dritter Umstand ist endlich der, dass, nachdem mehr oder weniger konzentrirten Zustande, der ange-wendeten Salpetersäure, womit das Quecksilber aufgelöstwird, eine grössere oder geringere Partie desselben verkalktwerden muss; und da in Apotheken selten auf diesen Um-stand Rücksicht genommen wird, so wird es auch fast un-vermeidlich seyn, dass nicht zuweilen verschieden gearteteProdukte entstehen sollten, indem bey dem angegebenenWege es noch immer nicht bestimmt ist, wie viel eigentlichan unzerstöhrtem Quecksilber in das versüsste Quecksilbereingehen muss, um ein vollkommen mildes ächtes Produktzu erzeugen. Es find nach der Zeit mancherlei andere Me-thoden . gegeben worden, das versüßte Quecksilber aufdem nassen Wege zu bereifen, von denen ich aber nicht sa-gen kann, in wie weit sie einen Vorzug vorder ScheelschellMethode verdienen, da ich noch nicht Gelegenheit gehabt ha-be, sie selbst zu untersuchen. Indessen kann ich denjeni-gen, die sich selbst dieses Produkts bereiten wollen, diejenigeMethode empfehlen, die ich sowohl im zweyten Bandemeiner physikalisch-chemischen Versuche undBeobachtung S. 279. B, so wie auch im dritten Bandemeiner Experimentalcheraie S. 113. angegeben ha-be , sie ist leicht und gut; und gewährt ein • ächtes Prä-parat. H.