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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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167
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des versiissten Quecksilbers u. s. w. 167J'arbe ist nichts anders als Quecksilber in die feinsten

Theile zertheilt.

§- 4 *

Dass mein gegebenes Verfahren in der That vot-Üteilhafter ist, als das gewöhnliche, lässt sich nichtbezweifeln. 1) Verursacht es nicht so viel Beschwer-den und Kosten, nud man braucht auch kein ätzendesQuecksilber. 2) Kann dieses versüsste Quecksilber nie-mals mehr oderweniger korrosivisch seyn, wenn es nurWohl labgesiisst wird, also ist es allezeit sicher. 3) Manist auch den Dünsten, die der Gesundheit nachthei-lig sind, nicht ausgesetzt, welche bey der alten Art,Während dem Reibens des ätzenden Quecksilbers mitlaufenden Quecksilber aufsteigen. 4) Dieses abgesüssteQuecksilber ist viel feinerals das gewöhnliche, dasletzterekann nie so fein werden, so lange man es auchreibt *).

L 4

So sehr auch Herr Scheele den Dank eines jeden ver-dienet, dass er uns eine Methode bekannt gemacht hat-,das versüsste Quecksilber auf dem nassen Wege zu bereiten,so kann ich doch nicht umhin, zu gestehen, dass diese Me-thode, wenigstens nicht in jedem Fall, ein ganz sicheres Prä-parat gewähret; denn sowohl nach den Erfahrungen desHerrn Professor Göttling, als nach meinen eigenen Bemer-kungen, hat sich ergeben, dass der nach der ScheelschenMethode bereitete milde Quecksilberniederschlag, nie mit, Kalkwasser völlig schwarz wird, sondern immer dunkelbraun,folglich nie den rechten Zustand besitzt, den er jedoch be-kommt, wenn der Präzipitat einer einmaligen Sublimationunterworfen wird. Hieraus ist es also sehr deutlich zu sehen,dass noch nicht alle Salzsäure darin auf eine vollkommene