einer neuen grünen Farbe, 203
ausgelauget ist *), wird alles zusammen auf ein aus-gespanntes leinenes Tuch geschüttet, und wenn dasFVaster fyohl abgetröpfelt ist, die Farbe in kleineKlumpen auf graues Papier gelegt, und in gelinder^ arme getrocknet. Aus der angegebenen Menge,bekommt man ein Pfund und dreyzelm Loth schönegrüne Farbe **).
*) Das Wasser, mit welchem die Farbe ausgelauget wird, ent-hält ein wenig Arsenik, es muss also an einen Ort gegossenwerden, wo kein Thier dazu kommt. A. </. Vtrj.
•*) Es möchte hier wohl nicht am unrechten Orte seyn, wennich die Verfertigung derjenigen dauerhaften grünen Maler-farbe hier beschreibe, welche der Herr Bergrath Geliertin Freyberg ( im eilften Stücke des Bergmännischen Jour-nals, vorn Jahr 1791- S. 40s.) mitgetheilet hat, und wel-che derselbe bis dahin, als ein Geheimnis aufbewahrte.
> Nach dessen eigenen Worten, bestehet das Ganze im Folgen-den: Erste Verfahrungsart. Lass einen guten zart-geriebenen Koboldkönig scharf rösten; hiervon nimm einenTheil, Salpeter vier bis fünf Theile, Zinkkalk acht bis zehnTheile, vermische alles wohl mit einander, und lasse es ineinem irdenen Gefässe weissglühen, so wird man nach demverschiedenen Verhältnisse der zusammengemischten Theile,und nach der Dauer und Stärke des Feuers eine lichte -oder dunkelgrüne Farbe erhalten, die man aber klar reibenund verwaschen muss, weil man noch ungefärbte Z/nkkalk-theile darinnen gewahr werden kann. ' Zweyte Versah-r ungsart. Vermische einen Theil von der gewöhnlichena üs Kobold gemachten guten blauen Farbe FC. oder FFC.tnit zwey Theilen Salpeter und vier Theilen Zinkkalk, lasses in einem irdenen wohlbedeckten Gefässe weissglühen,>md verwasche es, so wird man eine schöne grüne Farbe»ehalten. Will man die Farbe dunkler haben, so nimmt