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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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206
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aoG XII. Zubereit. einer neuen grünen Farbe,

man weniger Zinktalk, oder man kann auch die zuerst er-haltene grüne Farbe nochmals mit etwas blauer Farbe undSalpeter vermischen, und wiederum glühen lassen. Nochbesser und kürzer ist es, dass man diese grüne Farbe, wennsie etwas ins gelbliche fällt, durch blosse Beymsschungdes vierten Theils von FEB. höher und lieblicher machenkann. In dem Abwaschwasser befindet lieh das aus demSalpeter abgesonderte reine alkalische Salz. Daher darf esbey der Arbeit im Grossen nicht weggegossen werden,sondern man muss es so lange gebrauchen, bis es reich ge-nug ist, dass man es einsieden kann, um das alkalische Salzzu erhalten. Aus dem Abwaschwasser setzt lieh eine grüneFarbe und Zinkkalk, welche, wie leicht zu erachten ist,wieder gebraucht werden können. Dritte Versah-rungsart Man gebrauche anstatt des aus Zink gefertigtenKalkes, gut gebrannten gelben und grauen Ofenbruch, wieer auf unsern Schmelzhütten fällt, und verfahre auf vorherbeschriebene Art. Diesen Ofenbruch kann man aber nichtin. grosser Menge erhalten. Vierte Verfahrungsart.Vermische einen Theil blaue Farbe FC oder FFC mit zweyTheilen Salpeter und vier Theilen gutem, weissen, gebrann-ten klar geriebenen Gallmey, und verfahre ebenfalls, wievorhero angezeigt worden ist. Auf diese Art würde wahr-scheinlicher Weise diese grüne Farbe bey Glashütten undKoboldwerken im Grossen verfertiget werden können. Hier-bey habe ifh zu erinnern, dass diese grüne Farbe sich mitFirnis aufllreichen lässt, aber kein Bleyweiss verträgt. DerGrund kann von Kreide gemacht werden, Die grüne Faibevorn Grünspan ist zwar im Anfange lieblicher, diese grüneFarbe aber viel dauerhafter als jene.