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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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im Bf rlinerblau.

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e iner Säure übersättigt, und dann Vitriolsäure zugesetzt^ird, so bekomme man keine Anzeige von Berliner-blau ; aber da Blut und Rufs ein wenig Eisen mitLch führen, so ist es nicht zu bewundern, dass dieBlut-WgeEisen enthält: daher kommt dann auch, dass sichbey solchen Fällen -wirklich eine Spur von Blau zei-Ben kann, und zwar desto eher, wenn man die kalzi-fiirte Masse in einem eisernen Gefässe kocht. Thut*üan aber zuerst den Vitriol in die Lauge, und als-dann eine Säure dazu, so findet man einen grossenUnterschied in der Menge des Berlinerblaues. BrauchtVtan eine ganz reine Blutlauge, übersättigt sie mitSäure, und thut Eisenvitriol dazu, so zeigt sich nichtdas geringste Merkmal vorn Blau. Eine solche reineLauge bekommt man nicht auf die gewöhnliche Art,L>ndern, wenn man die färbende Materie in ihrerReinigkeit (§. 10.) mit Weinsteinalkali vermengt.

§. 6 . Um wieder zu erwähntem Neutralsalze zukommen, so löste ich eine Unze davon in einer gläser-nen Retorte mit vier Unzen Wasser auf, schüttetedazu drey Drachmen konzentrirte Vitriolsäure (an-dere Säuren thun eben die Wirkung, ich halte aberbey dieser Arbeit Vitriolsäure für besser) und defili-erte dieses Mengsel mit gelindem Feuer in eine vorlu-hrte Vorlage. Sobald alles zusammen zum Kocher*S e kommen war, ward das Mengsel dick, von einerStenge Berlinerblau, welches sich absonderte. Ichei üpfand sogleich einen Geruch, der durch das Lu-hün drang, völlig wie von dem Wasser, das mit der

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