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Carl Wilhelm Scheele ... sämmtliche physische und chemische Werke / Carl Wilhelm Scheele ; nach dem Tode des Verfassers gesammlet, und in deutscher Sprache herausgegeben von Sigismund Friedrich Hermbstädt
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360
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z6o XXVI. Vers. üb. eine besond. Zuckerm. Nie-

der neunten Destillation verdickte sich das Ueber*

bleibst 1 in der Retorte völlig, durch eine ansehnliche

Menge Krystallen, die sich verhielten wie gewöhn-liche Zuckersäure.

6 ) Ich mischte diese Süssigkeit unter eine alkali-sche Tinktur (Tinct. lartari) wobey keine merkliche Ver-änderung entband. Wenn man aber eine solche Tink-tur mit Zuckersyrup oder Honig -vermischt, so ziehet*sie das aufgelöste Alkali vorn Weingelbe, und fallendamit als ein zäher Schleim zu Boden.

Man sieht hieraus, dass alle fetten Oele eine Stil-sigkeit enthalten, welche sich vorn Zucker und Honigdarin unterscheidet, dass i) sie nicht zur Krystallisa-tion zu bringen ist. 2) Dass diese Süssigkeit nichtnur eine viel stärkere Hitze aushält, ehe sie zerstöhretwird, sondern auch zum Theil unverändert, mit Bei-behaltung ihrer Süssigkeit in den Rezipienten über-seht, 3) dass sie in keine Fermentation kommet*kann, und 4) sich mit spirituosen alkalischen Auf-lösungen vermischt. Alle diese besondern Unter-schiede scheinen von einer grossem Menge phlog 1 'siisclier Materie herzurühren, welche diese Süssigkeitenthält, das beweiset auch die starke Portion Salpeter-säure, welche bis zu ihrer Dephlogistikation erfordertwird, ehe die Zuckersäure sich zeigt, denn zu ordent-lichem Zucker hat man viel meniger Salpetersäurenöthig.