der Eigenthümlichkeit der Flussspatsäure. 42 1
überzogen; so erhält man' die Säure des Flussspats inihrer grössten Reinheit; dahingegen, wenn Sand zuder Mischung gesetzt wird, so wird die Säure dadurchverunreiniget, und reifst ihn mit sich über. 6) Mankann auch die Säure vorn Flussspate scheiden, wennman eine Mischung des zart geriebenen Flussspats mitluftvollen feuerbeständigen Laugensalz im mittelmässi-gen Feuer stressen lässt; alsdann verbindet sich dieKalkerde mit der Luftsäure, und das Laugensalz mitder Flufsspatsäure ; versetzt man diese Säure ausdem Laugensalze an die Bleyerde, und stellet mandiese Bleyerde mit Kohlenstaub in einer Retorte wie-der her; so erhält man die Flussspatsäure in der Vor-lage. 7) Wird die Flussspatsäure in Kalkwasser gegossen,so entstehet ein regenerirter Flussspat; mit fixem ve-getabilischen Laugensalze gesättiget, entstehet ein de-liqueszirendes Neutralsalz. 8) Schlägt man die im glä-sernen Geschirre destillirte Flussspatsäure mit flüchti-gem Laugensalze nieder, so gelatinirt diese Mischung,und man erhält eine wahre Kieselerde. Diese nemli-che Erde ist auch der Sublimat, welcher in dem Halseder Retorte und in der Vorlage entstehet. 9) Wird dieSäure aber mit fixem Laugensalze gesättigt, so entste-het gleichfals ein klarer Niederschlag, welcher ge-schwinder zu Boden fällt, und, nachdem er wohl ge-trocknet worden, ein weisses Ansehen wie Kreide hat.lö) Dieser Niederschlag wiegt doppelt so viel, als derKieselichte Niederschlag Nr. 8-, und ist ein mit über-stüsliger Säure gesättigtes Neutralsalz; folglich im Was-
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