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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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6
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6 Geschichte der Bestimmung

durch eine Regel Detri, wo der erste Satz derWinkel in Graden zwischen den zwey Senk-rechten , der a te 360°, und der dritte ihreWeite in Klaftern ist, der Umfang der Erdein Klaftern finden. Kepler hat diele Methodeangegeben; aber sein Beyspiel giebt der ErdeHalbmesser 905 deutsche Meilen, mithin siezu grois an, wie wir noch erkennen wer-den.

2 te Methode: man wählet zwey Oerter ineinem Meridiane, deren Weite voneinanderman messen kann, und suchet von einem je-den die Polhöhe oder Breite, durch Sterneoder die Sonne: so weis man den Bogen zwi-schen beyden. Hat man nun die Weite auchin Klaftern gesunden: so lässt sich durch dieRegel Detri, wie vorher, leicht der ErdeUmfang finden. Die Araber, Pofidonius undandere Alten bedienten sich der Sterne ; Era-iosthenes der Sonne. Er beobachtete nämlichin /Egypten zu Alexandria just, als die Sonneim nördlichen Wendezirkel, und zwar überder Stadt Syene , wo die Sonnenstralen in ei-nen Brunnen um Mittag senkrecht fielen unddarin gar keinen Schatten machten, war, denmittägigen Schatten von einem senkrechtenStäbe; fand durch die Länge des Stabes undseines Schattens, den Winkel zwischen demStäbe-und dem Sonnenstrale, und hielt diesenfür den Bogen zwischen den genannten zweyStädten, welche nach seiner Meinung in demnämlichen Meridiane lagen : ob sie schonnach unserer kleinen Erdbeschreibung 1“ 27in der Länge unterschieden sind; und in der

Brei-