der Gestalt und Grösse der Erde.
Breite 7 U 2.< , oder genauer 7° 40', wofür er 7$Grad und 5000 Stade fand.
3« Methode : welche Clavius vorschlägt:man wähle einen hohen Berg am Meere, undbeobachte bey Sonnenuntergang oder Aufgangden Winkel, welchen der das Meer berühren-de Stral auf dem Berge mit der Senkrechtenmacht: so hat man ein Dreyeck, woran alleWinkel bekannt lind, folglich auch die Ver-hältnis; des Radius zur Sekante. Da nun desBerges Höhe kann gemessen werden: so lässtsich dadurch auch der Erde Halbmesser finden.
4 te Methode , diejenige, welche die Mess-künstler heutiges Tages brauchen und andernvorziehen, bestehet darin: man wählet eineStrecke Landes, und darauf viele Oerter, dieetwas weit voneinander, doch nahe an einemMeridiane liegen, wo man von einem zumandern sehen kann, so dass die gesehenenPunkte die Winkel in einer Reihe oder Kettevon Dreyecken seyn. Da misst man eine Li-ne als die Basis , Grund - oder Standline , et-wa die erste an der Reihe; beobachtet alleWinkel der Dreyecke, wie auch die scheinba-re Höhe der Oerter; verbessert alle Winkel,so dass drey in einem Dreyeck just 180“ ma-chen; bringt sie auf den Horizont; wie auchdie Standline; suchet alle Seiten der Drey-ecke ; ihre Neigungen gegen die da beliebiggefundene Mittagsline ; ihre Weiten von die-ser , oder Perpendikularen; der Perpendikula-ren Weiten von einander; folglich einen gro-ssen Bogen des Meridianes in Klaftern; undendlich auch in Graden vermöge des beobach-A 4 teten