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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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Geschichte der Bestimmung

Sennaar , Singar oder Saniar am rothen Mee-re die Weite zweyer Oerrer in einem Meridia-ne , und fanden für i Grad 56s arabischeMeilen: welche Picard auf 47188 Toisen rech-net. Des Ptolomäus Gradmessung schätzetensie 10 arabische Meilen grösser als die ihrige.

Der Geograph von Nubien im i2 ten Jahr-hunderte giebt einem Grade 25 Meilen: allein,was Waren es für Meilen ? Man sieht da, dassaus allen diesen alten Ausmessungen der Erde,sich nichts gewisses sagen lässt, da uns nichteinmal ihr Massstab bekannt ist. Nun folgenzuverlässigere, wenigstens in Ansehung desbekannten Massstabes.

Fernel Leibartzt Heinrichs II. Königs inFrankreich, welcher im Jahre £559 gestorben,fand für einen Grad 56746 Toisen, aber durcheine sehr fehlerhafte Methode: denn er be-stimmte die Grösse des Weges zwischen Parisund Amiens durch die Anzahl der Umläufeder Räder seines Wagens, und zog ab, so vieler nach den Krümmungen und Ungleichheitennöthig fand.

Snellius mass im Jahre 16x6 und 1622 dieWeite zwischen Aikmaer und Bergopzom nachder oben genannten 4 tea Methode, die vonihm den Namen hat, und gab einem Grade57000 rheinländische Klaftern, oder 55021 Toi-sen. Mufchenbroek verbesserte diese Ausmes-sung im Jahre 1720, und setzt den Grad auf57033 Toisen. Norwood fand int Jahre 1634für einen Grad zwischen Londen und York57300 Pariserklaftern. Riccioli und Grimal-di messen in Italien bey Ferrara im Jahre 1654