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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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der Gestalt und Grösse der Erde. 15

und 1655 und Riccioli setzet für 1 Grad 64,363Bologneiermeilen oder 62650 Toisen.

12. §. Endlich aber misst Eicard im Jahre1669 die Weite zwischen Paris und Amiensnach der snellischen Methode, mit einer Ge-nauigkeit , wodurch er alle seine Vorgängerübertrifft, und findet für einen Grad 57060Toisen. Es erstreckte sich seine Ausmessungauch gegen Mittag von Paris bis Malvoisine.Die Distanz zwischen den zwey Parallelzirkelnvon Malvoisine und Amiens hielt nach ihmi 22 / 57 // und 78907 Klaftern, mithin 1 Grad57057 Toisen. Nach einem andern kleinernBogen, zwischen Malvoisine und Sourdon,von i ü ii'57" und 68348 Klaftern findet er füreinen Grad 57064 Toisen. Darum wählet erbeynahe das Mittel 57060 Klaftern für einenGrad. Die Figur von seiner Reihe Dreyeckeist in Wolfs Element. Geographice Picards Qua-drant, womit er die Winkel mass, hatte imRadius 3^ Schuh; und nach ihm das Sekun-denpendel zu Paris, das er im Jahre 1671 beo-bachtete, 3 Schuh 84 Line: wodurch jederzeitdie Grosse seiner Klafter gefunden werden kann.

13. §. Bisher hatte man die Erde immerals eine Kugel betrachtet. Nun reifere Richerim Jahre 1672 auf die Insel Cayenne , die fast 5Grad vorn Aequaror liegt, um da astronomi-sche Beobachtungen zu machen. Da nimmter wahr, dass feine Pendeluhr, die er zu Pa-ris gerichtet hatte, sich in einem Tage, 2"28"verweilete. Man schloss daraus, die Wärmemüsse das Pendel ausdehnen, aber doch nichtso viel, als es nöthig war, selbes zu verkiir-