der.Gest alt und Größe der Erde. 17
14. §. Es fanden sich auch bald grosse Män-ner , welche diele Figur und ungleiche Durch-messer der Erde berechneten und bestimmten.Huyghens fand nach hydrostatischen Gründendie Axe zum Durchmesser des Aequators wie577 zu 578; und Newton durch die anziehen-de Kraft, wie 229 zu 230; folglich der Letz-te, den Eindruck der Kugel mehr als nocheinmal so gross, als der Erste. Beyde aberletzten zum voraus, dass die Erde ganz fliessigund durchaus von ähnlicher oder gleichschwe-rer oder dichter Materie, oder wenigstens soeinmal gewesen wäre. Dadurch war also nichtserwiesen, nichts bestimmt: weil die Erde sonicht wirklich beschaffen ist, auch nicht be-wiesen werden kann, dass sie so jemals beschaf-fen war. Man beschloss also die Figur der Er-de durch die Ausmessung zu bestimmen.
15. §. Indessen wurde durch mehrere Versuche bestätiget, das die Schwere der Körpermit Näherung zuni Aequator sich ändere odervermindere: obwohl Eicard in Haag das Pendelvon der nämlichen Länge als in Paris wolltebeobachtet haben ; und lieh auch noch anderefanden, die Anfangs dem Kicher widerspra-chen , und auch Versuche dagegen anführten.Allein diese werden nicht mit Genauigkeit ge-macht worden sevn; wie auch Newton vonCouplets und anderer ihren sagt. Wir werdenweiter hinten ein ganz Verzeichnis von Ver-suchen mit Pendeln sehen.
16. H. Die Akademie von Paris erhielt je-
nem zufolge im Jahre 1683 von dem Künigeden Befehl, die Mittagsline von Paris gegenGer lach Bestimmung . B Nor-