16 Geschichte der Bestimmung
zen, damit die Uhr den rechten Gang hätte.Er hatte mit einer eisernen Stange wegen desPendels in Cayenne Versuche gemacht. Diesewurden nach seiner Rückkunft in Paris io Mo-nate lang wiederholet. Und man schloss dar-aus , das Pendel in Cayenne müsse Linekürzer seyn, als das zu Paris, welches Sekun-den schwinge, und hier 3 Schuh 8} Line warlang befunden worden. Später hin hat de laCondamine gefunden, dass eine eiserne Klafterbey einem jeden Grad der Wärme nach demreaumurischen Thermometer sich um Line ,oder 0,0117 Line oder 0,00001354 Klafter ver-längere. Es musste also nebst der Wärme nocheine andere Ursache seyn , dass das Pendelbeym Aequator lieh so sehr verweile. Manhätte längstens schliesset! können, dass diesesvon der Umdrehung der Erdkugel um ihreAxe kommen müsse, wodurch bey den Kör-pern eine Fliehkraft erwecket, und die Schwe-re vermindert werde. So musste aber fast einZufall die Menschen erst auf diese Gedankenbringen. Hiedurch wurde aus der Erdkugelauch eine andere Figur. Man dachte: ein gro-sser Theil derselben ist fliessig, Wasser, Meer:dieses müsse daher durch den Schwung oderdie Fliehkraft in der Mitte beym Aequator sicherheben, und bey den Polen niedriger seyn;mithin die ganze Erde eine bey den Polen ein-gedrückte Kugel seyn. Man wurde hierindurch die Figur des Jupiters gestärket, alswelchen man durch gute Fernglälser als einesolche eingedrückte Kugel von ungleichenDurchmessern wollte gesehen haben.
14. §.