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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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2C Geschichte der Bestimmung

quator und Pole zu messen. Godin , Bouguerund de la Condamine reifen im Jahre 1735 inAmerika nach Peru; und Mai/perti/is , Clai-rant , Camus und le Monuier im Jahre 1736nach Lappland. Diese Letzten, mit welchenauch Outhier und Celsius ein schwedischer Astro-nom gewesen, kamen im Jahre 1738 schonwieder zurück. Sie hatten beym Polarzirkeldie Distanz zwischen den Parallelzirkeln vonTornea und Kittis von 55023-5- Klaftern und57' 28"\ gemessen und für 1 Grad 57438 sol-len gefunden: wovon Bouguer und Condaminewegen vernachlässigter Refraction 16 Klafternabziehen, mithin dafür 57422 Klaftern ange-ben. Diese Ausmessung eines Grades von 66°20 der Breite ist also um 378 Klaftern grosserals die Picardische von 49 23' der Breite. Eheiie aber die Figur der Erde bestimmten, hiel-ten sie für rathsam, die picardische Ausmes-sung zu verbessern. Picard hatte nämlich aufdie Abweichung der Sterne ( Aberration ) Prä-cession und Refraction nicht acht gehabt.Diese zogen sie mit in die Rechnung und fan-den für den Parisergrad statt 57060, nur 56925Klaftern ; folglich ihn um 513 Klaftern kleiner,als den nordischen. Die Erde musste also ein-gedrückt seyn; und sie bestimmten die Verhält-nise der Durchmesser 173: 174.

19. §. Die Vertheidiger der länglichten Fi-gur der Erde machten alle mögliche Einwürfegegen die nordische Ausmessung. Doch dielewar endlich die Ueberwinderin. Ihre GegnerWaren gezwungen die abermalige Ausmessungdes Meridians durch ganz Frankreich anzuven

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