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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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der Gestalt und Grösse der Erde. %i

langen. Diese geschah genauer als das erste-mal, weil die Astronomie sich bisher verbel-len hatte: und man war i m Jahre 1740 sicher,dass die Grade, von Süden gegen Norden zu,wachsen ; wie man in dem Buche la m^ridien-ne vdrisiöe dans tonte letendue du royaumepar M. Castini deThury, fils de M. Caslini,16 im Jahre 1744 zu Paris herausgekommen,lehen kann: obl'chon einige Grade etwas ab-weichen , welches augenscheinlich von denBeobachtungen herrühret. Wir werden sie un-ten sehen.

20. §. Indessen hatten die nordischen Mess-kiinstler schon im Jahre 1739 für nothwendiggehalten , die picardilche Ausmessung nocheinmal zu verbessern, wenigstens in Ansehung,der Grösse des Grades mittelst der Beobachtungder Sterne, weil sie bessere Instrumente hätten,und Picard, wie schon gesagt, verschiedenesausser Acht gesetzet. Sie fanden demnach statt57060 Toisen 57183, folglich irzo vielmehr,da sie das erstemal weniger als Picard gefundenhatten. Dadurch wurde die Verhältniß derDurchmesser der Erde 177: 178.

2s. §. Picards Fehler müssen sich also zumTheile aufgehoben haben. Denn dieMesskünst-ler des ganzen Meridians von Frankreich eige-neren dem picardifchen Grade das letztenmalim Jahre 1740 nur 14^ Toise mehr als Picard,nämlich 570747 Klaftern zu. Und er mussnicht so schlecht gemessen und beobachtet ha-ben ; indem sein Pendel von dem Mairansehenkaum T 'r Eine unterschieden, kleiner als diesesist- Daher muss auch feine Klafter mit derB 3 Mai-