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Die Bestimmung Der Gestalt Und Grösse Der Erde, Wie Auch Der Vorrückung Der Nachtgleichen, Schwankung Der Erdaxe, Verhältniss Der Massen Von Sonn Erd und Mond, etc / von Friedr. Wilh. Gerlach ...
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212
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212 III. Aufgabe.

dem nämlichen Parallelkreisse. Diese Unähn-lichkeit widerspricht unserer Figur der Erdenicht. Denn wir haben diese nur bey des Mee-res Oberfläche bestimmt, und das Erdreichüberall als hervorragende Inseln betrachtet:welche nicht anders als ungleich in ihrer Ober-fläche seyn kennen. Wir finden dieses überall:es giebt da Ebenen, Thäler und Berge, aucherstaunlich hohe, und Ketten von Gebirgen,die Rippen, Gebeine der Erde. Alles dieseswar im Anfang der weifen Absicht des Urhe-bers der Dinge gemäss. Wenn wir sie messen,diese Oberfläche, den Umfang der Erde: sobringen wir die Masse auf die horizontale Ho-he des Meeres ; und da finden wir die Gradeder Kugel; wie nun fast 22 Gradmessungenvollkommen einstimmig bestätigen. Freylichgeben diese Gradniessungen, die etwas weitervon den andern abweichen, die von Turin,Gräz, Lappland, Ungarn und Peru, eine Un-gleichheit in den Graden an: welche aber wirk-lich keine ist; sondern unstreitig von den Ge-birgen , welche das Pendel angezogen haben,oder von andern Umständen, welche die Grad-messung so unrichtig gemacht haben, herrüh-ret, wie wir unten noch umständlicher sehenwerden. Will man diese Ungleichheit der Gra-de durch dieUnähnlichkeir der Meridiane ver-stehen : so ist sie schon erwiesen : und man wirdnach Herrn d’Alemberts Vorschlage unfehlbarnoch mehrere finden : welche aber der allge-meinen Figur der Erde nicht schaden ; dochüberall für besondere Umstände, für die Astro-nomie , Geographie , etc. nützlich zu wissen

sind.