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D ie Bahn der Sonne oder die Ecliptik hat im Allgemeinenimmer dieselbe Neigung gegen den Äquator, woraus folgt,dass derTheil jener Störung, welcher von der Sonne kömmt,ebenfalls sehr nahe constant seyn wird. Die Mondsbahnaber ist, nach Seite 461 gegen die Ecliptik um den constan-ten Winkel 5 ° 9' geneigt, und die Knoten der Mondesbahuin der Ecliptik bewegen sich sehr schnell rückwärts (Seite 45 ),woraus folgt, dass nach der Lage jener Knoten auch dieNeigung der Mondesbahn gegen den Äquator veränderlichseyn wird. Wenn z. 13 . der aufsteigende Knoten der Mondes-hahn in der Ecliptik mit dem Frühlingspuncte zusammen-fällt, so ist die Neigung der Mondesbalm gegen den Äqua-tor gleich 25 ° 28’+ 5 “ q' oder gleich 2Ö‘ Of, während dieseNeigung, wenn der aufsteigende Knoten in den Ilerbsl-punct lallt, gleich 23 " 28'— 5 ° 9' oder gleich 18" 19', oder10" iÖ' kleiner ist, als zuvor. Da aber, nach dem Vorher-gehenden, die Störung der Erde mit der Grösse der Nei-gung zunimmt, so wird derjenige Theil der Störung derErde, der von der Wirkung des Mondes kömmt, veränder-lich, und zwar von der Länge des Mondesknotens abhängigseyn.
So wie aber eine vermehrte Neigung die Störung ver-grössert, eben so wird auch eine grössere Entlernung desstörenden Körpers von der Ebene des Äquators , d. h. einegrössere Declination der Sonne und des Mondes, jene Stö-rung vermehren, woraus folgt, dass diese Störungen derErde durch die Sonne und den Mond auch noch aus solchenGliedern bestehen werden, welche von der Declination,oder, da diese durch die Länge bestimmt ist, welche vonder Länge der Sonne und des Mondes abhängen.
Den constanten Theil dieser Störung der Erde habenwir B. I. S. 68 unter der Benennung der Präcession ge-geben , die jährlich 5 o". 3767 beträgt, während der verän-derliche , von der Länge des Moudesknotens und von derLänge der Sonne und des Mondes abhängige Theil dieserStörung Seite 75 unter der Benennung der Nutation mit-getheilt worden ist.
Bisher wurde, der Theorie der Präcession gemäss,vorausgesetzt, dass die Neigung der Ecliptik gegen den