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flexion der Spiegel gesehene Bild über dem andern, so er-hält man die doppelte Höhe des obern Randes der Sonne.Zu dem Winkel, welchen die Alhidade anzeigt, schlägt manden Collimationsfehler, halbirt das Resultat, sublrahirt da-von den Halbmesser der Sonne und die Rcfraction, und ad-dirt die Höhenparallaxe, das Endresultat ist die wahre Höhedes Mittelpunctes der Sonne, ßey Sternen fällt die Rücksichtauf Halbmesser und Parallaxe weg.
Das Vorhergehende wird hinreichen, den Sextanten ge-hörig zu gebrailchen. Umständlichere Belehrungen darüberfindet man in Bohnenberger's Anleitung zur geographi-schen Ortsbestimmung, und monatl. Correspondenz 1800December u. a. Berl. Jahrb. 1811 , p. 117 , u. 1812 p. 245 .
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M i 11 a g s r o h r.
22. §. Das Mittagsrohr oder das Passage-Instrumentbesteht aus einem Fernrohre, welches sich auf einer hori-zontalen Axe in der Ebene des Meridians bewegt. Es istbestimmt, den Stand der Uhr und dadurch die Rectascen-sion der Gestirne zu bestimmen, und gehört daher zu einemder wichtigsten Instrumente der beobachtenden Astronomie,mit welchem man übrigens auch noch andere Resultate er-halten kann, wie z. B. I. S. 212 gezeigt worden ist. (M. s.astron. Nachrichten Vol. VI. von Hansen.)
Seinem gehörigen Gebrauche müssen mehrere Correc-tionen vorausgehen. Die ersten derselben beziehen sich aufdie gehörige Stellung der Fäden im Brennpuncte des Fern-rohres, die nach dem Verfahren der §. 5 . und 6. berichtigetwerden, daher die dort gegebenen Vorschriften hier keinerWiederholung bedürfen.
Ausser diesen kann aber das Mittagsrohr noch vorzüg-lich den folgenden drey Fehlern unterliegen, die daher zu-erst durch mechanische Correctionen , wenn nicht wegge-bracht, doch vermindert werden müssen, wenn man mitdiesem Instrumente genaue Beobachtungen erhalten will.Diese Fehler beziehen sich 1) auf die Collimation der Fä-den , wenn die optische Axe des Fernrohres nicht senkrecht