Band 
Zweyter Theil.
Seite
199
JPEG-Download
 

*99

der Gleichung dcrl. S. 197 auf die Mitte der Zeiten reducircn ,und das Mittel dieser reducirtcn Beobachtungen als die ge-suchte Zenithdistanz für die Mitte der sänimtlichen Beobach-tungszeiten betrachten.

27. §. Die vorhergehende Beobachtungsart setzt vor-aus, dass die verlicale Säule des Instruments in der Thatvertical stehe; dass die Ebene der beyden verticalen Kreisemit jener Säule parallel sey, und dass endlich auch die Ge-sichtslinie des Fernrohres mit der Ebene dieser Kreise pa-rallel sey.

I. Die Verticalität der Säule erhält man gewöhnlichdurch eine Libelle, die an ihrerRiickseitc senkrecht auf dieseSäule befestigt ist, und mit welcher man nach Seite i 5 overfährt. Bemerkt man während den Beobachtungen eineVerstellung der Säule, dass heisst, eine Veränderung derLibelle, so kann man von ihr auf folgende Weise Rech-nung tragen.

Heisst in jeden der beyden Lagen des Instruments adie Zahl des bey dem Beobachter stehenden, und b die Zahldes bey dem Gestirne stehenden Endpunctes der Blase, undnennt man diese Zahlen für die folgenden Beobachtungena', b\ a", b. . . , so hat man, wenn k den Werth eines Theil-strichs der Libelle bezeichnet, für die gesuchte Correctionder beobachteten Zenithdistanz

[(a -f-a'-f- a-l- ..) (b -f- b'b 'f - 0]»

wo N die Anzahl der Beobachtungen ist, und wo diese Cor-rection mit ihrem Zeichen an der beobachteten Zenithdistanzangebracht wird.

II. D en Parallelismus der Ebene der beyden Kreise mitder verticalen Säule kann man durch eine zweyte Libelleherstellen , die , wie bey dem Mittagsrohre, an den beydenEnden der zu diesem Zwecke hervorstehenden horizontalenAxe dieser Kreise angehängt, und wodurch diese Axe nachSeite 18Ü horizontal, also auch die von dem Künstler schondarauf senkrecht gesetzte Ebene der Kreise vertical gemachtwird. Wäre n die Neigung der Ebene der Kreise gegendie verlicale Säule, so ist die durch das Instrument gefun-