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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
67
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u. Abschn. zur Zeit des Mittelalters. 67

die grosse Zahl der Schiffe erseht. Daher redet Tacitusschon von den Flotten der Spionen. Drrff ffyeineWerft sich innerhalb der Ostsee bis Finnland, Esthland,und Kurland ausgebreitet zu haben, wohin von Goty-land aus, sehr'leicht herüber zu kommen war. DieNormänner oder Norweger folgten, wie Ohrher esbeschreibt, den Küsten ihres Vaterlandes, sieumschiftenalso die äusserste Spitze ihrer Halbinsel und Europensdas Nord Kap, und kamen endlich bis an die Brven-Gee, erreichten die Dwina und die dran wohnendenBiarmier. Die Dänen folgten den Usern bis an die Brü-tische Meerenge, und kamen endlich selbst nach Britannien.

Am Ende des achten Jahrhunderts wagten sich dieDänen und Norweger, die zusammen den Nahmender Normänner trugen, nach England, SäMland,die Orkneis, den Schettland-Jnseln, den westlichen In-seln und sogar bis Irrland, wo sie alles mit Raub undMord erfüllten. Endlich gelang eö ihnen, Meister vonIrrland zu werden von 807-815. DieOrkneys, dwSchetüand-Inseln, und die westlichen Inseln wurdennun gleichsals von den Normännern ordentlich mit reu-ten besetzt. Ja es faßten einige den Entschluß,

Irrland niederzulassen. Der Versuch gelang nicht gleich,und sie verlegten denselben aus elne gelegnere Zeit.

Die Beute und Reichthümer, welche sie ins Va-terland brachten, erweckte andere längst der BrittischenKüste bis nach Frankreich mit der Flotte vorzurücken, woffe, wie es angemerkt wird, 820. zuerst landeten, nach-dem sie unter Karl dem Grossen sich nicht wagen durs-ten, diese Ufer anzufallen. Die Trägheit der Nachkom-men Karls, und die steten bürgerlichen Kriege unter den-selben, setzten sie ausser Stand,' die nöthigen Vorkehrun-gen zur Abweisung der Normänner aus der nördlichenKüste des fränkischen Staats zu machen. Diese wur-den durch den schwachen Widerstand nur mehr geregt,

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