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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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120 Von den Entdeckungen in Nord. II. Abschn.

fernen Osten China beqränzet, bis an die Oder und Do-nau, war alles der Verheerung, dieses wie ein Sturm-wind verwüstenden Volkes ausgesetzet; und von Indienund seinen Gebirgen an, bis zum Eismeere waren dieMogolen, (denn so hiessen diese Barbaren) unum-schränkte Herren, Das Schrecken, welches diese Mo-golen überall verbreitet harten, bewog den Pabst, denFortgang ihrer unaufhaltbaren Macht durch Gesandtenzu hemmen; und zugleich sie gegen die Ungläubigen oderMohammedaner in Palästina und Egypren anzufeuern.Der Kaiser Friedrich l l ersuchte alle europäische Fürsten,sich dieser alle Länder überschwemmenden Fluth, durchVereinigung ihrer gemeinschaftlichen Kräfte zu widerse-tzen. Allein eines Theils dienten den europäischen Staa-ten die Uneinigkeiten unter den Häuptern der mogoli-schen Horden, und andern Tbeils die durch Reichthumund Wollüste erschlafte Tapfe; keit und Raubbegierde derGrossen zum Schutze, gegen die ferneren Verwüstungendieser wilden Ueberwinder. Die nach den mogolischenFürsten abgehenden Gesandten, waren alle lauter gemeineMönche, well nur die im Stande waren, die erschreck-lichen Demüthigungen auszustehen, zu welchen man der-gleichen Bothschafter nöthigte. Die Mogclcn glaubten,so wie noch jetzt die Chineser, daß alle Gesandten vonanderen Fürsten, die nach morgenländischem Brauch?Geschenke bringen, blos dazu kommen, ihre Oberherr-schaft anzuerkennen, und sich ihrem Kaiser und Khanezu unterwerfen; und sie nöthigten daher sehr oft diel?Gesandten zu ganz ausserordemlicher Unterwürfigkeit u'deinem zuweilen beleidigenden Zeremonielle. Ausser die-sen Mönchen gingen auch edleVenencmer, die aber durchden Geist des Gewinns getrieben, und nach der Mogeleisich wagten, bis zu der Residenz der Chane hin. End-lich so haben wir auch noch ein paar Nachrichten von einpaar Kriegs Kuren, welche weit in den auch noch M