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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
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n. Abschn. zut Zeit des Mittelalters. 2ZZ

vielen Menschen und Schiffen abgereiset, ob er gleichnicht der oberste Befehlshaber war, als er es zuerst ge«glaubet, denn Zichmni fuhr in eigner Person; und ichhabe einen Brief darüber folgendes Inhalts. (VierterBrief.)

Unsere grosse Zurüstung um nach EstotLlaird zrrgehen, ward in einer unglücklichen Stunde unternom-men, indem gerade z Tage vor unsrer Abreise, der Fi-scher starb, der unser Führer seyn sollte. Nichts destoweniger wollte dieser Herr diese Fahrt nicht bei Seitesehen; und er nahm anstatt des verstorbenen Fischers dieSeeleute zu Führern, die mit denselben von der Inselgekommen waren: und so segelten wir westwärts, undentdeckten einige zuFriesland gehörigeJnseln, und nach-dem wir einige Untiefen vorbei gesegelt, blieben wir7 Tage zu Ledovo um uns zu erfrischen, und die FlotteMit allem nöthigen zu versehen. Nachdem wir von daAbgereiset, langten wir den ersten Julius auf der Insel§ Jlofe an; weil der Wind Vortheilhaft für uns war,

! fuhren wir weiter; nachdem wir nun auf die schwärzeste

Eieseste See gefahren, überfiel uns kurz drauf ein so^ schrecklicher Sturm, daß wir ganzer acht Tage herum-geivorfen und geschleudert wurden, ohne zu wissen, wowir waren; wir verlohren einen grossen Theil unsrer Schif-fe, und zuleht ward es wieder stille; wir sammleten dieTrümmern der gescheiterten Schiffe und da wir mit gu-^ kern Winde segelten, entdeckten wir westwärts fand.

^b>r richteten den laufauf dasselbe, und langten in einemI sicheren und ruhigen Hafen an. Hier sahen wir einemündliche Menge bewafneter Leute, die alle fertig zumTreffen, zum Schuhe der Insel nach dem Ufer gelaufenkamen. Hierauf befahl Zichmni seinen Leuten, den Ein-wohnern ein Zeichen des ^Friedens zu machen, welchebenn zehn Männer herbrachten, die zehn Sprachen spre-chen konnten, deren keine wir verstanden, ausser die ei-

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