II Abschn. zur Zeit des Mittelallers. 239
den des Ritters Nikolo Zeni unseres Bruders, nebstden von ihm gemachten Entdeckungen, und die Sachenvon Eronlnild l6ro!kmc!g). Ich habe überdem das le-ben und die Thaten des Zichmni beschrieben, eines Für-sten der wegen seiner Tapferkeit und Menschenfreund-lichkeit eines immerwährenden Ruhmes mehr würdig ist,als irgend ein andrer; darin findet sich auch die Entdeckungvon Eiigroveland (Engroneland, Grönland) an seinenbeiden Seiten, und die von ihm erbautte Stadt. Ichwill demnach nichts mehr davon in diesem Briefe sagen,weil ich hoffe bald bei euch zu seyn, und euch über manchenanderen Dingen mündlich ein Gnüge zu leisten. ,
Alle diese Briefe waren von Messer Antonio anfeinen Bruder Carlo Zeni geschrieben.
Dies ist nun die ganze Nachricht von den nördli-chen Reisen der Gebrüdere Zeni. Man hat diese ganzeNachricht wollen als falsch und fabelhaft verwerfen,weil man die Nahmen der Lander Friesland, Estland ,Pohrland, Sorani, Estotiland, Drodschio, GrieslandUnd Engroveland nirgends mehr antrift. Mein nachdemich sie genau untersucht und selbst aus dem Italiänischesdes krancelco ^Jrcolini beim Ramusio überseht habe,fo ist es mir nunmehro höchsicinleuchtend geworden,baß diese ganze Nachricht wahr sey, denn sie hat diestärksten Gründe der Authenticität für sich.
Der Verfasser der Nachricht Markollttt, ziehtste aus den Ociginalbriefen der Gebrüdere Zeni, einersthr ansehnlichen Familie in Venedig; der man solcheMärchen nicht aufzubürden sich wagen durfte, wenn siewirklich falsch wären. Es muß ja noch wohl bekanntUnd aus Archiv-Nachrichten zu Venedig erweislich seyn,baß diese Gebrüdere Carlo, Nicolo und Antonio Zenigelebt; daß der Ritter Zeni eine Reise nach NordenUnternommen, und sein Bruder Antonio ihm dahin
nachge-