u. Abschn. zm Zeit des M'ttelalters. 265
sten gap nichts von Hurerey und Ehebruch und heirathe-ten nicht aus Sinnlichkeit, sondern blos um der OrdnungGottes nachzuleben. Sie enthielten sich auch vonSchwüren und Fluchen. Bei dem Tode der IhrigenZeigten sie die grössesre Ergebenheit in den Willen Got-tes, und dankcen sogar in ihrer Kirche dem Ewigen, derihnen die Ihrigen so lange erhalten und denselben beiihnen zu leben vergönnt hatte, und daß er sie nun zu sichberufen harte, um an seiner himmlischen Gnade TheilZu nehmen; sie liessen auch so wenig von übermäßigerTraurigkeit und Grame sehen, daß es daher das An-sehen hatte, als hatte sich der Verstorbene blos zu einemsüffcn Schlafe niedergelegt. Starb einer Frau ihr Ehe-mann, so richtete die Witwe den Nachbarn am Tageder Bearälmiß ein großes Gastmahl zu, und sie selbst
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in «elioxav. L äleximöro 8ev-w ; denn Alexander sein Nachfol-ger , verbot es von neuem. Allem diese Gesetze scheinen ebenfallsvergessen zu seyn. Indem sogar die Christen dergleichen unsittlicheEewohnhci en beibehielten/ so daß viele Synoden dagegen Verord-nungen abfassen mußten. Das Concile m zu Laodicca verbietet daSBaden der Männer mit den Weibern im zo. Kanon. Mein dieseso oft geschärfte Verordnung ward stets übertreten, und sogarPriester und Mönche badeten mi Frauensle ten, bis mans durchden 77. Kanon der Synode im Tnillo gehalten, von neuem ver-bot. Und Kaiser Justinian setzte in der 117. Novell unter dierechtmäßigen Ursachen zur Ehescheid ng auch die, wenn eine Ehe-frau ohne ihres Mannes Erlaubniß, sich mit Männern zugleichgebadet hatte — Rußland hat wahrscheinlich mit der christlichenReligion auch die Bader aus Konstantinopel erhalten, und esscheint, daß dieser unsittliche Gebrauch, der aber doch nur haupt-sächlich auf dem Lande statt Hai, sich mit von daher eingeschlichenhabe. Vornehme Leute haben jedcrzei eigne Bäder, die sie allei-ne brauchen " Der hier bemerkte Bodequast, von Kräutern oderRuthen ist auch in Rußland gebräuchlich. Aus dem heißen Ba-de steigen die Russen zu aller Zeit plö lich in einen nahe gelegenenTeich, und im Winter wäl,en sie sich im Schnee.