Z24 Von d. Entdeckungen im Nord. III. Abschn.
seh derselben, so sehr in Ansehung ihrer aus den Auaensehten. Ueberdem so wollen sie mehr dazu diese Leutebrauchen, deß sie von ihnen erführen, wo in ihremLande Gold anzutreffen wäre; wornach damahls allenEuropäischen Sclüffahrern gelüstete. Es war also dieangebliche Wohlthätigkeit und der Eifer im Bekehrungs-geschäfte nur die Schminke; Geih und Durst nach Gol-de aber die Haupttriebfeder aller der unternommenenSchiffarten. Da nun die mit so vieler Grausamkeitund Liebkosigkeit bezeichneten Entdeckungen, in diesenmit Menschen sehr sparsam bevölkerten Gegenden, eineZeitlang noch in eben dem Tone fortgesetzt wurden, sohaben dergleichen Reisen nur gedient, sie °noch mehr zuentvölkern. Man wunderte sich auch über die besonde-re Keuschheit und Schamhaftigkeit dieser beiden Grön-länder, als wenn Tugend und Rechtschaffenhcit nur dasEigenthum und der ausschließende Vorzug der Europäerund so genannten Christen wäre; da man sie oft weitunverfälschter bei den ungesitteten Völkern anzutreffenpflegt. Und was soll man zuletzt von solchen Christendenken, die eine übel aussehende alte Frau für den ein-gefleischten Teufel hielten, und nicht eher vom Gegen-theil überzeugt waren, bis sie fanden, daß sie kein ge-spalteneö Huf hatte. Leute die noch solchen Aberglaubenbei sich herrschen laßen, sollten es sich nicht einkommenlaßen der Blinden Leiter werden zn wollen; und die sol-che Tugenden bei den sogenannten Wilden, trotz ihrenVorurtheilen anerkennen musten, die aber so viele Lieb*losigkeit und Grausamkeit gegen die zeigten, welchezu ihrem Glauben gewinnen wollten, sind wohl ni^die besten Apostel.
Alle die Beschreibungen der Kleidung, der Gern*the, der Sitten und der Stäche dieser Grönlandszeigen daß die jetzigen Grönländer sich beinahe gar 'E