ZZ2 Von d. Entdeckungen im Nord. m. Abschn.
dergleichen Ströhmungen in der Lust nach sich, daherdenn im milden Erdgürtel die Westwinde herrschen, sowie im kalten die Ostwinde öfterer als andere Windeverspührt werden. Frobishers Anmerkung ist demnachvollkommen gegründet.
Die öftere Anführung eines in Grönland gefunde-nen Erzes, muß gewis doch einigen Grund haben. Wiegeschickt aber die Erzprobirer gewesen, welche unsereSchiffahrer mitgenommen, laßt sich nicht bestimmen,noch weniger ob wirkliches Golderz in Grönland sey ge-funden worden. Daß so wohl Eisen als auch KupferErze, welche vielleicht an Silber und Golde reichhaltigwären, in Grönland vorhanden sind, kann woh mög-lich seyn; und Lranrz B. i. Kap. 4. 26. der Ge-
schichte von Grönland scheint dies einigermaßen zu be-stätigen. Ja man kann den nördlichen Gegenden Reich-thümer von Gold und Silber nicht ganz absprechen, daman die Gruben in Aedelfiors und Ringsberg kenntund da die Russen beträchtliche Stücken schönen, baum-artigen, gediegenen Silbers auf der Bären-Insel ge-funden haben.
Daß die Grönländer noch Keßel von Topfstein zuihrem Gebrauche verfertigen, bestätiget eben dieser schongemeldete Lranz am angeführten Orte §. 2;.
Es ist höchst unwahrscheinlich, daß die Grönländer,mit irgend einem civiüsirten Volke Handel getrieben undvon ihnen Eisen in Stangen und kupferne Knöpfe zu ih-rem Stirn - Zierathe bekommen hätten. Schistbruch unddie von der Ausrottung der Norwegischen Kolonien sorg-fältig aufbewahrten Stücke Eisen und Kupfer waren es,die sie damals mit dem Eisen und Kupfer versahen, wel-ches man bei ihnen fand. Oder höchstens können sie
etwas