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Geschichte der Entdeckungen und Schiffahrten im Norden / von Johann Reinhold Forster
Seite
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IH. Abschli. in den neuern Zeiten. z6;

man entdeckt, dadurch nur seine Unwissenheit in derbieichichte der Schiffahrten.

Wenn die gelinde Witterung ansangt auf die EisEilande und die ungeheure Massen der Eisberge zuwirken, so pflegen diese Eisberge auch wohl zu plaßenund zu barsten und gänzlich auseinander zu fallen. Einsolches Zerfallen einer großen Eis - Masse geschieht alle-Wahl mit einen gewaltigen dem Donner ähnlichen Getö-se. Ein paarmahl waren wir auf der Reise um dieWelt einem dieser zerbärstenden Eis Gebirge sehr naheund hörten also auch das Getöse. Allein da diese Eis-Stücke nun einen ganz andern Schwerpunkt bekommen,als zuvor das Ganze hatte; so geschieht es vielfältig daßfle im Wasser ein paarmahl überschießen, um im Schwim-men in die Lage zukommen weiche der Schwerpunkt nö-thig macht. Eines dieser sich so umwälzenden Stücke, kamunserem Schiffe so nahe, daß kaum ; oder 6 Ellen daranfehlten, um es zu erreichen; da es gewis würde zer-schmettert, oder doch sehr beschädigt seyn worden. Dieschreckenvolle Scene ist mir noch lebhaft vor Augen,Und wird mir so lange ich lebe unvergeßlich bleiben:benn es ist doch schrecklich, Hunderte von Meilen von^lem Lande, und aller menschlichen Hülfe, in einemUnermeßlichen Ozeane, mit einem einzelnen Schiffe ein-sam zwischen den grausenvollen Eismassen herumzu-schwimmen ; die so vielfältig schreckliche Nebel um sichher verbreiten und den kühnen Sterblichen, der sichMischen sie wagt, in die augenscheinlichste Gefahr ver-sehen, gegen ein solches Eisgebirge mit vollen Seegeln,wie gegen einen Felsen, anzurennen, und sich und allenseinen Schiffs Gesellen den Tod zu hohlen; oder wennwe>e Eisklumpen zerbärsten, und die Stücken, (welcheuvch noch größer sind, als der Petersberg im Saalkrei-s?) sich im Meere ungestüm herumwälzen und mit Ge-daher taumeln, sich von einer solchen Masse mit

Schiff