454 Von d. Entdeckungen im Nord. IH. AbschN.
.dieses auch von den wenigen Bäumen in Grönland, diedaselbst weit vom Meere, in einem von den kalten Win-den gesicherten Thale wachsen herzuleiten? Dies hat we-nig Wahrscheinlichkeit! Sondern die Sibirischen große"Flüsse, welche durch Gegenden die ganz mit Holz, aufviele Meilen weit überwachsen sind, die auch wieder gros-se Ströbme aufnehmen, welche aus waldreichen Gegen-den herkommen, z.E. die perschora, der Ob, die Je-miea, die Lena, die Lhakanga, Anabara, Jana,Bolyma, Indigirka, der Anadyr, und Amursind alles grosse und ansehnliche Flüsse. Die beim Eis-gänge im Frühlinge, von dem überschwemmten oderuntergrabenen Ufern eine unbeschreibliche Menge vonBäumen mit sich in die See fortführen. Wie viel Hol; idie Flüsse des Amerikanischen festen Landes, in BöniA >Georges Sund, in Sandwich Sund undRehre-wiederfluß, im Lheuweren, der in den NortonsSund fallt, und in Gygy mit sich in dieSee führen,kann man sich leicht vorstellen, so bald man die Größeder Ströhme das dichte Gehölze und die grossen Früh-lingöfluthen überdencket. Der Laurenhfluß und viele an-dere Nordamericanische Flüsse führen eben so als die aufNeufundland und auf Labrador viel Holz in die See,wie mich solches Leute versichert haben, die dorr zur 'Stelle gewesen und gewintert haben, und also den EiS-bruch und Eisgang der Flüsse gesehen haben. Eö komwthiezu noch, daß die Flüsse in der Hudsons-Bay, vor-nämlich aber der Churchill, Hayes, Port Nelson,Albanp, Muhs Fluß nebst vielen andern aus d>ninnern des Landes, wo auch groß Holz wächst, Holzdie See im Frühlinge ausführen. Aus dem allen wirbman sich nun wohl eher vorstellen können wo das vie^Treibholz herkomt, das man in den nördlichen Meer^antrift, als wenn man es aus den kärglichen Gehölz^auf Grönland wolle herkommen lassen.